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Kantatenkonzert des Hiltruper Vokalensembles

„Behüte uns vor Seuchen und großem Leid“

Münster-Hiltrup

In der Marienkirche fanden sich Freunde geistlicher Musik ein. Das Hiltruper Vokalensemble bot ein Kantatenkonzert.

Von Helga Kretzschmar

„Nimm von uns, Herr, du treuer Gott“ war das Kantatenkonzert des Hiltruper Vokalensembles überschrieben. Foto: hk

„Es ist schön, dass Sie trotz des schlechten Wetters zu uns gefunden haben“, begrüßte Chorleiter Henk Plas die zahlreich erschienenen Freunde geistlicher Musik in der Marienkirche.

Es waren Kantaten von Dieteriech Buxtehude, des ehemaligen Werkmeisters an der Lübecker Marienkirche, die das Hiltruper Vokalensemble in Begleitung des Streicherensembles „Con variazone“ nach coronabedingter Pause endlich wieder aufführen durfte.

Kantaten, die die novemberliche Stimmung durchaus wiedergaben, auch wenn das sogenannte „vierte Lied des Gottesknechtes“, der die Sünden der Welt auf sich nimmt, um die Welt zu erlösen, besser in die Zeit vor Ostern gepasst hätte. Das war die Zeit, in der das nun nachgeholte Konzert hätte ursprünglich stattfinden sollen.

Passend zum Monat November

Allerdings sei der Monat November auch der, in dem die Verstorbenen auf Erlösung durch Christus hofften. Dadurch passten die Kantaten gut in diesen Spätherbst. Ganz aktuell die erste Kantate „Nimm von uns, Herr, du treuer Gott“. Hier heißt es im ersten Teil des Werkes „Behüt’ für Krieg und teurer Zeit, für Seuchen, Feu’r und großem Leid“. Treffender hätte die aktuelle Situation nicht beschrieben werden können, verbunden mit Klimakrise, Waldbränden und Pandemie. Gesanglich ein Genuss des A-cappella-Chores, bei dem die Solisten naturgemäß hervorstachen. Besonders beeindruckte die Bassstimme von Hendrik Meinhard, der viele Parts in den Kantaten übernahm.

Mit einer kleinen Ergänzung zum angekündigten Programm nahm Gijs van Schoonhoven am Basso continuo die Melodien zweier Kantaten wieder auf und bewegte die Zuhörer zu einer Art inneren Einkehr.

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