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Konrad Paul spielt in St. Clemens

Bildgewaltiges vom Weltenberg

Münster-Hiltrup

Konrad Paul wählte als Thema seiner Improvisation beim Konzert in St. Clemens die Tabor-Geschichte der Verklärung des Herrn. Der Organist der Apostelkirche bestritt das zweite Konzert der Orgelfestwochen 2022.

Von Andreas Hasenkamp

Ist sehr angetan von der Orgel in St. Clemens: Konrad Paul von der Apostelkirche. Foto: Andreas Hasenkamp

Der Organist der münsterischen Apostelkirche bestritt am Sonntag das zweite von drei Konzerten der Orgelfestwochen in St. Clemens. Konrad Paul schätzt das Bildgewaltige – und so wählte er als Thema seiner Improvisation beim Konzert in St. Clemens die Tabor-Geschichte der Verklärung des Herrn, ergänzt um das Lied „O Jesu Christe, wahres Licht“. Lobende Worte fand der Organist für „dieses wunderbare französische Instrument“.

Für dessen französisch-sinfonische Auslegung hatte er sein Programm geformt. Mit einem kraftvollen Lob der Güte Gottes von Claude Balbastre, dem letzten Orgelkomponisten der klassischen Epoche, begann Paul das Konzert. In Balbastre sah er bereits Spuren von Mozart und Haydn.

Bewegender Klang der Glocken

In eine ausgiebige Meditation noch modernerer Klänge entführten „Prélude, Fugue et Variation“ aus den „Six Pièces“ von César Franck, bevor Paul das „Offertoire sur des Noels“ von Guilmant sphärisch klingen, dann triumphal schmettern ließ. Der so machtvollen Improvisation ließ Paul das stillere, fantasievolle „Abendstern“ von Louis Vierne folgen, demonstrierte dann den bewegenden Klang der Glocken von Hinckley – ein starkes Crescendo.

Das zweite Konzert der Orgelfestwochen sah anders als das erste keine Warteschlange vor St. Clemens, war aber ähnlich gut besucht. Das Finale der Orgelfestwochen bestreitet Hans-Hermann Wickel. Er spielt am 6. Februar.

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