1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Hiltrup
  6. >
  7. Münsteranerin bedankt sich bei ihrem Helfer in der Not

  8. >

In St. Mauritz verfahren

Münsteranerin bedankt sich bei ihrem Helfer in der Not

Münster-Hiltrup

Eine ältere Dame verfranzt sich mit ihrem Auto in St. Mauritz. Als sie verzweifelt anhält und weint, kommt ein junger Mann und hilft. Doch nicht nur das, die ältere Dame jedenfalls ist nach dem Zusammentreffen voll des Lobes für den unbekannten Münsteraner.

Von Björn Meyer

Ursula Wolf Foto: Björn Meyer

Ursula Wolf (80), so sagt sie es selbst, ist einem Engel begegnet. Nein, freilich keinem dieser himmlischen, sondern einem absolut irdischen. Ein junger Mann mit ruhiger Stimme sei es gewesen. Das Beste aber an ihm: Er war überaus warmherzig und half Ursula Wolf aus einer für sie misslichen Lage.

Was war geschehen? Am 10. Oktober war die alte Dame aus Hiltrup mit ihrem Auto nach Handorf gefahren. Doch auf dem Rückweg fand sie die Zufahrt zur Umgehungsstraße gesperrt vor. Ihre spontan erdachte Ausweichroute führte sie dann irgendwo zwischen den verschiedenen Sperrungen in Münsters Osten nach St. Mauritz. „Ich bin ehrlich, ich habe mich total verfranzt“, sagt Wolf. Immer wieder sei sie durch die engen Straßen gekurvt, nur den Weg Richtung Hiltrup habe sie partout nicht gefunden – schließlich sei sie ausgestiegen, ein paar Tränen seien geflossen, gesteht sie.

„Das ging runter wie Öl“

Als sie da nun am Straßenrand stand, habe sie ein junges Pärchen angesprochen und ihre Geschichte erzählt. Sie müsse wohl ihren Führerschein abgeben, habe sie völlig verzweifelt gesagt. Doch der Mann habe nur entgegnet, dass sie keineswegs die erste sei, die sich an Ort und Stelle verfahren habe. „Er hat mir angeboten, auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen und mich herauszulotsen“, sagt Wolf. Gesagt, getan! Und nicht nur das: „Er hat mir auch gesagt, dass ich gut Auto fahren würde. Das ging runter wie Öl“, erzählt Ursula Wolf.

Als der spontane Begleitservice Ursula Wolf schließlich zu einer Straßenecke gelotst hatte, von der sie selber den Weg nach Hause wieder finden konnte, und der junge Mann sich zu Fuß auf seinen Heimweg machte, endet die Geschichte. Jedenfalls beinahe: „Mich hat das nicht losgelassen. So viel Hilfsbereitschaft, das erlebt man nicht alle Tage. Ich möchte einfach noch mal Danke sagen“, sagt Ursula Wolf. Danke, an den hilfsbereiten Engel von St. Mauritz.

Startseite
ANZEIGE