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CDU macht Druck beim Ankauf der Alltagsmenschen

„Der Bezirksbürgermeister muss jetzt aktiv werden“

Münster-Hiltrup

Das Geld ist da. Die Politik ist sich einig. Dennoch ist der Ankauf einiger lebensgroßer Betonskulpturen ins Stocken geraten. Nun macht die CDU-Fraktion Druck auf den Bezirksbürgermeister.

Michael Grottendieck

Die Alltagsmenschen waren zweimal in Hiltrup gesehen. Foto: Michael Grottendieck

Jetzt wird aus den Verzögerungen beim Erwerb der Alltagsmenschen ein Politikum. Die CDU-Fraktion erwartet, dass der Bezirksbürgermeister Wilfried Stein (Grüne) aktiv wird. „Das Geld ist vorhanden, die Beschlusslage ist klar. Die Rahmenbedingungen sind somit alle gegeben“, hält CDU-Fraktionschef Martin Schulze-Werner fest.

Nun gelte es, die zuständigen Fachämter dazu zu bewegen, dass sie aktiv werden. „Der Bezirksbürgermeister muss mit den Ämtern reden und die Koordination übernehmen.“

Ämter werden nicht von sich aus aktiv

Warum ist der Einsatz des Bezirksbürgermeisters gefragt? Schulze-Werner ist sich sicher, dass die Ämter von sich aus nicht sonderlich aktiv werden. Es müsse politischer Druck aus dem Stadtbezirk kommen. Und dieser könne nur durch den Bezirksbürgermeister artikuliert werden. „Der Bezirk wird repräsentiert durch den Bezirksbürgermeister. Der muss jetzt aktiv werden“, stellt Schulze-Werner fest.

Wie berichtet, stockt der geplante Ankauf weiterer Alltagsmenschen. Die Ausstellung mit den lebensgroßen Betonfiguren war im vergangenen Jahr zweimal in Hiltrup gezeigt worden. Die Kulturbühne und der Wirtschaftsverbund sorgten erfolgreich für den Ankauf der lesenden Dame „Lisbeth“ samt ihres Hundes „Hilli“.

20 000 Euro stehen im Etat

Die Bezirksvertretung beschloss bereits im Sommer den Ankauf von drei weiteren Figuren. Dafür wurden 20 000 Euro in den Etat gestellt. Zwei Figuren sollen an der Ecke Marktallee und Hülsebrockstraße einen Platz finden. Eine dritte am Osttor. Der Besitzer der Immobilie mit der Osttor-Apotheke klagte im Gespräch mit unserer Zeitung, es habe vor mehr als einem halben Jahr einen Gesprächstermin mit Vertretern der Stadt gegeben. Seitdem sei nichts mehr geschehen.

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