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Volles Haus beim lateinamerikanischen Abend des Vorleseclubs

Der Rechtsanwalt mit den Hörnern

Münster-Hiltrup

Volles Haus beim lateinamerikanischen Abend: Erstmals seit längerer zeit gab es eine Veranstaltung des Vorleseclubs in Präsenz.

Von Helga Kretzschmar

Lateinamerikanische Texte brachten die Vorleser dem Publikum näher, „Fusión Desenfrenada“ unterhielt mit passenden Tänzen. Foto: hk

Endlich wieder zur Normalität übergehen: Der Vorleseclub trat nach langer Zeit wieder persönlich auf und konnte ein volles Haus im Pfarrsaal St. Clemens verzeichnen.

Es war ein Experiment, die „Fusión Desenfrenada“ in den lateinamerikanischen Abend mit einzubeziehen. Jedenfalls überzeugten wieder die alteingesessenen Vorleser mit Geschichten, meist von politischen Wirren erzählend. Von Ungerechtigkeiten, die die ärmere Bevölkerung zu erleiden hat. Wie Enteignungen, die über den Kopf der Armen und Machtlosen entschieden werden. Geschehen in Peru. Oder wie Menschen zu Zeiten der Militärdiktatur in Argentinien verschleppt wurden. Oder die Ehe von Paule mit Thomas Allende, einem Vetter von Salvator, die in einem Desaster endete.

Nicht gut endend

Witzig und dennoch nicht gut endend war die Geschichte von der Henne, die vor ihrem Ende noch einmal richtig ausbüxte. Auch die Hörner, die sich ein Rechtsanwalt hat „anwachsen“ lassen, sorgten für kein gutes Ende. Der Mann wurde zum Gespött. In seinem Testament forderte er, sie sollten ihm abmontiert werden, was aber nicht gelang. So fertigten die Zimmerer einen Spezialsarg an, und das Begräbnis wurde zu einer fröhlichen Maskerade.

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