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Birte Ahrens und Ludger Koch treten in der Christuskirche auf

Der Weg liegt nicht im vertrauten Trott

Münster-Hiltrup

Das Leben „Auf dem Weg nach Weihnachten“ beherrschte die Soirée in der Christuskirche bis in die Zugabe hinein. Die Musiker Birte Ahrens (Gesang) und Ludger Koch (Klavier) gestalteten die Soirée.

Von Andreas Hasenkamp

Die beiden Interpreten bei der Soirée „Auf dem Weg nach Weihnachten“: Birthe Ahrens und Ludger Koch. Foto: anh

Das Leben „Auf dem Weg nach Weihnachten“ beherrschte die Soirée in der Christuskirche bis in die Zugabe hinein. Diesmal begrüßte Herta Plath für das Organisationsteam der Soirée-Reihe die Musiker Birte Ahrens (Gesang) und Ludger Koch (Klavier).

Der Weg beginnt mit dem Verlassen der Geliebten – So beginnt die von Ralph Vaughn Williams vertonte Geschichte von Robert Louis Stevenson; der Vagabund kehrt auch dem Reichtum den Rücken. Er erlebt Natur und Freiheit ganz anders, Erinnerungen begleiten ihn, an Kindheit, Familie und Freunde, nur in Gedanken findet er zusammen mit der Geliebten.

Anrührende Musik

Diese Geschichte ist zärtlich, aber traurig und verstörend, hat doch der Vagabund „der Hoffnung Lebewohl gesagt“. Der Weg nach Weihnachten liegt nicht im vertrauten Trott, könnte man als Botschaft mitnehmen. Die Künstler bereiten daraus eine anrührende Musik, professionell umgesetzt. Der Begleitzettel erschließt die englischen Texte. Der Weg führt weiter, es leiten ein Piano-Solo, das „Prélude religieux pendant l’Offertoire“ von Rossini, und danach ein Gesangs-Solo aus Bachs Weihnachts-Oratorium: „Bereite dich Zion“.

Das Publikum konnte ein Stück Weges selbst singend mitgehend, bei Strophen aus „Wie soll ich dich empfangen“ bis „Es kommt ein Schiff geladen“. Deutlich fröhlicher als in den melancholisch-traurigen „Songs of travel“ bietet sich der Liederzyklus von Peter Cornelius dar – die Familie sammelt sich um den erleuchteten Christbaum.

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