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Osterfeuer der Pfadfinder

Die Stimmung macht‘s

Münster-Hiltrup

Was braucht man eigentlich für ein gelungenes Osterfeuer? Große Flammen, lautes Knistern, gemütliche Wärme. Vielleicht. Aber entscheidend ist etwas anders, wie die Pfadfinder vom Stamm Rochus Spiecker am Sonntag bewiesen. Denn bei ihrem Osterfeuer wurde klar: Vor allem die Stimmung macht’s.

wn

So richtig brennen wollte das nasse Holz zunächst nicht. Später half die Freiwillige Feuerwehr nach. Die Stimmung war so oder so gut. Foto: awo

Schon seit Jahren veranstalten die Rover, also die 16- bis 18-jährigen Pfadfinder, das Feuer. Mit den Einnahmen aus dem Getränke- und Bratwürstchenverkauf finanzieren sie ihr Sommerlager. Dieses Jahr soll es nach Irland gehen.

Unter dem strahlend blauem Himmel wurde das Feuer dann entzündet. Dazu eingeladen war Bruder Konrad Schneermann, der, unter Aufsicht der Freiwilligen Feuerwehr, dem Holz mit der gesegneten Osterkerze Leben einhauchen sollte. Doch so einfach war es dann leider nicht. Der riesige Berg von nassem Holz ließ sich nur schwer dazu begeistern, endlich zu brennen. So gab es anfangs zwar viel Rauch, der dem Abendhimmel emporstieg, doch von richtigem Feuer war keine Spur.

„Macht aber nichts“, dachten sich die gut gelaunten Hiltruper. Waren die Kinder trotz der Anfangsschwierigkeiten sowieso „Feuer und Flamme“, so hielt auch die Stimmung bei den erwachsenen Besuchern an. Schließlich kommen zum Osterfeuer jedes Jahr viele ehemalige Pfadfinder, da tritt das Feuer schon einmal in den Hintergrund, sagen einige Pfadfinder. Während die einen also Wiedersehen feierten, warfen die anderen begeistert Stöckchen in den Holzhaufen.

Doch auch bei untergehender Sonne war außer kleinsten Flämmchen noch nicht viel zu sehen. Bevor es gar zu kalt und dunkel wurde, musste die Freiwillige Feuerwehr ran. Nicht etwa, um das Feuer zu löschen, sondern, um es richtig einzuheizen. Unter größter Spannung der versammelten Hiltruper verwandelte sich das Holz endlich in ein loderndes Feuer. Die Funken sprühten noch hoch, da wurde das erste Stockbrot positioniert. Und während die einen fröhlich im Feuer kokelten und die Wärme genossen, staunten die anderen ehrfürchtig: „Ist das aber groß!“

So bewiesen die Pfadfinder: Zum Osterfeuer gehört zwar ein Feuer, doch das Wichtigste bleibt die Stimmung, die das Feuer umgibt.

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