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Lichtblick Seniorenhilfe und Münstertafel berichten über ihre Arbeit

Die Zahl der Bedürftigen steigt

Münster-Hiltrup

Ob zum Beispiel Weinflasche, Buch, Kalender oder Kugelschreiber: Kundengeschenke zu Weihnachten kennt jeder. Doch sind diese noch zeitgemäß – in Zeiten wie diesen? Der Landwirtschaftsverlag unterstützt lieber soziale, karitative und nachhaltige Projekt mit dem Geld, dass er früher für Kundengeschenke zu Weihnachten ausgab.

Von Peter Sauer

Hand in Hand für die gute Sache: (v.l.) Friedrich Steinmann (LV-Aufsichtsrat), die beiden Geschäftsführer Malte Schwerdtfeger und Dr. Ludger Schulze Pals, Heidi Schomaker (Verein Münster-Tafel), Andrea Moraldo (Lichtblick) sowie Schulleiterin Martina Braun und die beiden Elternvorsitzenden Susan Müller und Angela Kuhlmann vom Förderverein der Paul-Gerhardt-Schule Foto: Peter Sauer

Die Altersarmut nimmt zu, gerade vor dem Hintergrund allgemein steigender Lebenshaltungskosten. „Hier hilft konkret die Lichtblick Seniorenhilfe seit August 2016 in Münster und im Münsterland sehr“, sagt der Geschäftsführer des Landwirtschaftsverlags Malte Schwerdtfeger und leistet Schützenhilfe.

Statt der üblichen Kundengeschenke zu Weihnachten, spendet der Landwirtschaftsverlag (LV) das Geld lieber für sozialem karitative und nachhaltige Projekte. Die Spendenübergabe fand am Donnerstag in Anwesenheit von rund 70 Mitarbeitern des Hauses und Gästen im Foyer des Verlages statt.

Mit je 2500 Euro an die Vereine „Lichtblick Seniorenhilfe Münster“ und die „Münster-Tafel“ sowie 1000 Euro an den Förderverein der Paul-Gerhardt-Schule unterstützt der Landwirtschaftsverlag drei Einrichtungen. „Wir unterstützen mehr als 1000 Senioren in Münster und im Münsterland, die von Altersarmut betroffen sind. Oft reichen die Renten nicht mehr für das Nötigste. Dann springen wir ein“, sagt Andrea Moraldo von „Lichtblick“-Team in Münster.

Auch bei der Münster-Tafel steigt die Zahl der Bedürftigen. „Es gibt einen Ansturm auf diese Tafel und ihre Arbeit ist sehr wertvoll“, sagte Malte Schwerdtfeger in seiner Würdigung. Seit fast 25 Jahren sorgt der Verein dafür, dass noch brauchbare Lebensmittel den Weg zu sozial oder wirtschaftlich Benachteiligten finden.

Ehrenamtliche tragen die Unterstützung

„Durch unsere ehrenamtlichen Fahrer werden die überschüssigen Lebensmittel bei unseren Spendern, Herstellern, den Supermärkten, Discountern, Bäckereien und Marktständen, abgeholt und anschließend über die 20 Verteilstellen an unsere Abnehmer verteilt“, beschreibt Roland Goetz, Vorsitzender der Münster Tafel die Arbeit des Vereins. Karitative Einrichtungen wie zum Beispiel Kitas, soziale Wohngemeinschaften oder Anlaufstellen für Obdachlose profitieren so von Lebensmitteln, die ansonsten im Müll landen würden. „Die Münster-Tafel wird von Ehrenamtlichen getragen. Ihr Engagement ermöglicht es, einwandfreie Lebensmittel zu retten, damit Menschen in schwierigen Situationen unterstützt werden können. Trotzdem steigen auch bei uns die Kosten, vor allem für den Transport und Lagerung der Lebensmittel.

Wie Schule aussieht – als Kalender

Mit einem Kalenderprojekt gibt die Paul-Gerhardt-Schule Einblicke in das Schulleben. „Das Projekt stärkt den Zusammenhalt zwischen Schülern, Eltern und Lehrern. Nach der Corona-Zeit, unter der wir alle gelitten haben, tut das allen gut“, beschreibt Angela Kuhlmann vom Förderverein der Schule die Stimmung. Malte Schwerdtfeger ergänzte, dass der Kalender ein Startschuss für wiederkehrende Projekte an der Schule ist.

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