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Hiltruper Museum legt Jahreskalender vor

Dorfkneipen und Clubhaus am See

Münster-Hiltrup

Das Hiltruper Museum hat erneut einen Kalender mit alten Ansichten von Hiltrup herausgegeben. Rita und Hans Muschinski haben einige Veränderungen am bisherigen Konzept vorgenommen.

Von Michael Grottendieck

Rita und Hans Muschinski legen bereits zum fünften Mal einen Wandkalender mit historischen Bildern aus Hiltrup vor. Foto: Foto: gro

Es ist bereits der fünfte Kalender in Folge, den das Hiltruper Museum mit alten Ansichten von Hiltrup vorlegt. Dieses Mal hat Rita und Hans Muschinski alles anders gemacht. Das sagen sie zumindest. Tatsächlich gibt es mehr Bilder denn je zu sehen. Auf einem Kalenderblatt nur ein einziges Foto – das war einmal.

Bereits das Januar-Bild zeigt es allzu deutlich: Es ist eine alte Ansicht der heutigen Westfalenstraße in Höhe des alten Dorfes. Damals gab es viele Kneipen in Hiltrup. An der alten Kirche befand sich die Gaststätte der Familie Scheller, die es heute noch gibt. Als direkten Nachbarn gab es auch Heithorn, vormals Ackermann. Weiter in südlicher Richtung befand sich Rohrkötter.

Gaststätten an der Alten Kirche

Gleich mehrere Ansichten von diesen drei Kneipen sind auf einem Kalenderblatt versammelt. Ein coloriertes Foto bildet den Hintergrund, auf dem fünf Schwarz-Weiß-Fotos wie fein gestaltete Sonderbriefmarken platziert sind. Insgesamt ein stimmiges Bild. Es wurde sogar Platz für einige textliche Erläuterungen gefunden. Bei den Kalendern der Vorjahre wurde das mithin vermisst.

Dieses Muster kehrt auch beim bei alten Clubhaus Steiner am Hiltruper See auf, wie das Gewässer heute offizielle heißt. Im Volksmund hört man häufig den Begriff Steiner See. Der Unternehmer hatte in den 1920er Jahren ein Clubhaus errichten lassen und war für seine Forellenzucht in dem See weit über Münster bekannt. Das Geschäft mit dem Fisch wurde bald aufgegeben. Vor dem Clubhaus hatten die Schönen und Reichen Hiltrups ihren exklusiven Badebereich. In den 1950er Jahren war endgültig Schluss mit dem Clubleben. „Aber sehr schön war es dort schon“, urteilt Rita Muschinski.

Dort gibt es den Kalender

Zwölf Monate plus Titelbild, das den Hof Storkamp (früher Schulze Hiltrup) etwa im Jahr 1915 zeigt: Rita und Muschinski haben erneut tief in die Schatzkiste des Museums gegriffen und überraschen mit bisher unbekannten Ortsansichten.

Der Kalender ist für 19,50 Euro in der Hiltruper Buchhandlung, bei Westerholt, im Infopunkt, der Stadtteilbücherei sowie bei Schreib-Spiel am Osttor erhältlich.

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