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Alltagsmenschen, Fahrradstraße und schwarze Kutsche

Droht eine erneute Verzögerung?

Münster-Hiltrup

Vor der Sitzung der Bezikrsvertretung Hiltrup am Donnerstag sind viele Fragen offen. Das gilt bei der Entscheidung zur Max-Winkelmann-Straße ebenso wie zum Ankauf der Alltagsmenschen. Zu dem Kunstankauf lag am Dienstag noch keine Verwaltungsvorlage vor.

Von Michael Grottendieck

Die lesende Dame inmitten von Blumen: In Hiltrup sollen weitere Alltagsmenschen angekauft werden. Foto: Grottendieck

Für den Ankauf einiger lebensgroßer Betonskulpturen wollen die Mitglieder der Bezirksvertretung Hiltrup tief in die Tasche greifen. 20 000 Euro stehen zur Verfügung, dank zweier Sponsoren beläuft sich die Summe sogar auf 24 000 Euro. Ein Beschluss musste im Mai vertagt werden, da von Seiten beteiligter Fachämter in der Verwaltung neue Bedenken vorgetragen worden.

Ob diese Bedenken ausgeräumt wurden, ist ungewiss. Eine schriftliche Stellungnahme lag den Bezirksvertretern bis zum Dienstag noch nicht vor. Der Unmut darüber ist beträchtlich.

Warten auf die Stellungnahme der Verwaltung

Wie unsere Zeitung erfuhr, soll die Verwaltungsvorlage allerdings rechtzeitig eintreffen. Ein zweites Mal hintereinander ohne eine Vorlage in eine politische Sitzung zu gehen, wäre einfach blamabel, ist hinter vorgehaltener Hand zu hören.

Neues zur Max-Winkelmann-Straße

Eine Entscheidung soll die Bezirksvertretung über die Max-Winkelmann-Straße treffen. Dazu liegt ein Verwaltungsvorschlag vor. Das Fahrradbüro erklärte sich nach vehementen Protesten von Anwohnern bereit, an der Max-Winkelmann-Straße eine Ausnahme von den allgemeinen Standards für Fahrradstraßen in Münster zuzulassen. Mittlerweile haben Anwohner erneut die Initiative ergriffen und den Vorschlag gemacht, den Status der Fahrradstraße aufzugeben. Die Anregung, eine Fahrradzone mit dem Zusatz „Kfz frei“ auszuweisen, hat die politischen Parteien zum Nachdenken gebracht. Wie zu hören ist, soll es am Donnerstag noch keine abschließende Entscheidung geben. Einige können sich vorstellen, eine Probephase zu beschließen, um die Folgen der wegfallenden Stellplätze besser abschätzen zu können. Andere wollen das Thema in allen Facetten besser aufgearbeitet sehen und mahnen eine erneute Vorlage an.

Erfreuliche Resonanz bei der Kutsche

Und wie geht es weiter mit der schwarzen Kutsche, mit dem alten Hiltruper Leichenwagen, dessen Existenz vor gut zwei Wochen für Furore sorgte? Die Resonanz auf die Artikel unserer Zeitung war enorm. Mittlerweile haben sich vier Interessenten herauskristallisiert, die ein ernsthaftes Interesse an dem Gefährt signalisierten, erklärt Dieter Tüns, Leiter der Bezirksverwaltung. „Ein Verbleib in Hiltrup, in Münster oder auch im Münsterland ist denkbar.“

Der Inhaber des Klassiklands an der Hansestraße, Rainer Pawlaczyk, signalisierte gegenüber unserer Zeitung sein Interesse. Im Klassikland wird mit alten Oldtimern gehandelt. Doch Rainer Pawlaczyk verfügt zudem über eine stattliche Sammlung alter Fahrzeuge, die ( Automobil-) Geschichte geschrieben haben. „Da würde die Kutsche gut hineinpassen“, wirbt er um einen Verbleib in Hiltrup.

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