Plakatmaler fertigt Bild von Hiltrup an

Ein Sommerabend im Süden

Münster-Hiltrup

Lars Wentrup hat bereits zahlreiche Kultmotive von Münster angefertigt. Jetzt hat ein Porträt des Stadtteils Hiltrup angefertigt. Dabei verriet der gebürtige Hiltruper ein paar Geheimnisse.

Michael Grottendieck

Der Künstler Lars Wentrup, der für seine Plakatmalerei im Stil des vergangenen Jahrhunderts bekannt ist, präsentiert in der Hiltruper Buchhandlung sein erstes Hiltrup-Bild. Thekla Kühn von der Buchhandlung freut sich über das Bild, das als Poster und als Postkarte zu haben ist. Foto: gro

Hiltrup ist um eine Attraktion reicher. Lars Wentrup, der kreative Schöpfer zahlreicher Kultmotive von Münster, hat ein Porträt des Stadtteils Hiltrup angefertigt. Entstanden ist ein sommerlich anmutendes Motiv mit einer Golfspielerin im Vordergrund. Natürlich entstand es in dem Retrostil, der für Wentrup typisch ist. Das Bild gibt es als Poster wie auch als Postkarte.

Lars Wentrup ist in Hiltrup aufgewachsen. Das dürften die wenigsten wissen. Deshalb die Frage an den Künstler, ob es ihm leicht gefallen sei, für seinen Heimatort ein Werk zu schaffen? „Ich habe mich lange geziert“, räumt der Diplom-Designer ein, der mit seiner Familie im Stadtteil Uppenberg wohnt. In den vergangenen Monaten habe er verstärkt Spaziergänge in seiner alten Heimat unternommen, oftmals mit den eigenen Kindern und den Eltern zusammen, die in Hiltrup wohnen.

Das ist typisch an Hiltrup

Stets habe er Eindrücke gesammelt und viele Fotos angefertigt. Diese Fotografien sind für ihn die Grundlage, ein Bild nach seinen Vorstellungen zu arrangieren. Für Lars Wentrup war es schnell völlig klar, dass die Hohe Ward auf keinen Fall fehlen dürfe. Die Kiefern-Bäume und der Sandboden der Hohen Ward sind für ihn ganz typisch für Hiltrup. „Also suchte ich den richtigen Baum für mein Bild.“

Diese Aufgabe stand ganz am Anfang, erzählt Wentrup. Dann folgte der Aufbau der Landschaft. Das Arrangieren der Bildelemente ist bei ihm ein monatelanger Prozess, dem er sich bevorzugt in den Wintermonaten stellt. „Das ist ein ständiges Dazutun und wieder Wegnehmen“, erzählt er. Seine Bilder baue er wie eine Kulisse auf.

Ein fiktives Bildmotiv

Die Perspektive, die er für sein fiktives Bild wählte, gibt es tatsächlich. Vom Golfplatz am Dortmund-Ems-Kanal sind die Stabbogenbrücke an der Westfalenstraße wie auch die beiden Türme der Clemens-Kirche und der Rockwool-Turm als Bestandteile der Hiltruper Silhouette zu sehen.

Immer bleibt bei ihm die Perspektive subjektiv. Ihm würden viele Dinge in den Kopf kommen, wenn er durch den Ort schlendere, sagt er. Die Eisdiele Martin etwa, der einstige Kornblumenladen oder der Plattenladen, den es nicht mehr gibt. In der Hiltruper Buchhandlung habe er als Schüler gerne in den Büchern geblättert, „um sich Inspirationen zu holen“. Ja, er sei ein nostalgischer Mensch. In sein Bild seien viele positive Erinnerungen eingeflossen. Den höchsten Reiz übe auf ihn die Natur rund um Hiltrup aus. Ganz besonders die Hohe Ward mit Kiefern und Sandböden.

Sommer und Fernweh

Sommer und Fernweh spiegeln sich häufig in der Plakatmalerei von Lars Wentrup. Gerne malt er seine Lieblingsinsel Ile de Porquerolles in der Provence. Ein unverkennbar südliches Flair bestimmt das Bild von Hiltrup, das Wentrup mit goldgelbem Himmel mit zarten Violetttönen zeigt. Es ist ein herrlicher Sommerabend im Süden von Münster.

Postkarten und Poster sind in der Hiltruper Buchhandlung erhältlich.

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