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Internet auf der Marktallee wird ausgebaut

Freies WLAN wächst weiter

Münster-Hiltrup

Hiltrup ist Vorreiter beim freien Internet – der Ausbau des WLAN-Funknetzwerkes auf der Marktallee macht Fortschritte. Jetzt weiten die Freifunker ihr Projekt auf Flüchtlingsunterkünfte in Münster aus. Das Haus Heidhorn ist schon angebunden.

Maria Groß

Zu den Treffen der Freifunker, diesmal im Kulturbahnhof, sind auch Bürger eingeladen. Foto: iag / Grafik: Colourbox.com

Sven Culley verbindet zwei Welten. Er ist Freifunker, setzt sich also für frei zugängliches Internet ein, und er ist Vorstandsmitglied der Stadtteiloffensive. „Wir wissen, dass viele von ihnen auf ihrem Weg ein Smartphone bei sich haben, das sie aber nicht benutzen können, um den Kontakt nach Hause herzustellen. Mobilfunkverträge können sie sich nicht leisten. Damit Flüchtlinge auf Haus Heidhorn direkt ins Netz und eine Verbindung zu ihrem Heimatland halten können, sind dort weitere Knotenpunkte entstanden“, so Sven Culley über die neuesten Aktivitäten seiner ehrenamtlichen Mitstreiter.

Das Projektes wurde in Absprache mit den Alexianern umgesetzt. Die Verlegung der notwendigen Kabel und der Aufbau der Internet-Router konnte in einem Abwasch mit den allgemeinen Renovierungsarbeiten an der Flüchtlingsunterkunft erledigt werden. Zusatzkosten seien dadurch nicht entstanden.

Mittlerweile kann die Initiative mehr als 1300 WLAN-Zugangspunkte vorweisen. „Es geht richtig ab.“ Und: „Wir haben ein Wachstum von über 100 Prozent“, so die Kommentare der Mitglieder des so genannten Hackerspaces „Warpzone“. Zum Vergleich: Am 3. August dieses Jahres war man noch auf dem Stand von 500 Knotenpunkten. Damit sei Münster jetzt eine der fünf größten Freifunk-Gemeinschaften in Deutschland und sei Vorbild für andere Städte und Gemeinden.

Im Zuge ihrer wöchentlichen Treffen wollen sich die Freifunker noch mehr auf alle interessierte Bürger zubewegen, ihnen das Projekt erklären und Teilnehmer gewinnen. Jeden dritten Mittwoch im Monat finden die Treffen in einem anderen Stadtteil statt. Hiltrup machte am vergangenen Mittwoch mit einem Treffen im Kulturbahnhof, wo einer der ersten Knotenpunkte errichtet wurde, den Anfang. Austausch über technische Fragen und anstehende Aktivitäten standen auf der Tagesordnung.

Magdalene Faber von der Stadtteilbücherei St. Clemens fasste die Vorzüge dieses Projektes prägnant zusammen: „Das Schönste an der ganzen Geschichte ist, dass Hiltrup sich zusammengeschlossen hat und nicht jeder für sich etwas macht.“

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