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Feuerwache 3: Verwaltung hat sich bei den Grundstücksverhandlungen nicht geschickt angestellt

Kaufpreis gut eine halbe Million höher als geplant

Münster-Hiltrup

Der Rat hat grünes Licht für den Ankauf des Grundstückes an der Hohen Geest gegeben. Aus der Politik kommt Kritik am Verhandlungsgeschick der Stadt.

Mit Michael Grottendieck

Die neue Feuerwache 3 entsteht an der Hohen Geest. Foto: Grottendieck

Noch vor der Sommerpause hat die Stadt Münster bei der Feuerwache 3 erwartungsgemäß Nägel mit Köpfen gemacht. Wie unsere Zeitung aus zuverlässigen Quellen erfahren hat, wurde in der letzten Ratssitzung grünes Licht für den Ankauf des Grundstückes an der Hohen Geest gegeben.

Seit Anfang Februar hatte die Standortverlagerung des Millionenprojektes vom Merkureck an die Hohen Geest für eine kontroverse Debatte gesorgt. Anwohner der Hohen Geest sowie des Gorenkamps wehrten sich vehement gegen die Standortverlagerung.

Der Rat der Stadt Münster hielt an den Plänen fest, eine 25 000 Quadratmeter große Fläche im nördlichen Bereich der Grünfläche an der Hohen Geest zu bebauen. Bereits Ende Mai hatte es zwischen den Vertragsparteien eine Einverständniserklärung gegeben, wie unsere Zeitung berichtet hatte.

Eine Million mehr?

Über die Kaufsumme wurde Stillschweigen vereinbart. In politischen Kreisen ist man nicht sonderlich glücklich über das Vorgehen der Verwaltung. Planungsfragen öffentlich zu diskutieren und dabei deutlich zu machen, dass es keine echten Alternativen zu dem Standort an der Hohen Geest gegeben habe, sei wenig geschickt gewesen. Das habe den Kaufpreis nach oben getrieben.

Hinter vorgehaltener Hand wird gesagt, der Grundstückserwerb die Stadt gut eine Million Euro teurer kommt als geplant. Das notwendige Regenrückhaltebecken soll auf dem städtischen Areal am Merkureck errichtet werden, das sich für den Bau der Feuerwache als ungeeignet erwiesen habe.

Die Feuerwache 3 soll im April 2026 in Betrieb gehen.

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