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Rund um das Reitturnier herrschte Picknickfeeling im Dahl

Kein Ritt für Angsthasen

Münster-Hiltrup

Über das Gelände mit festen Hindernissen inklusive Wassergraben – beim Reitturnier im Dahl auf dem Hof Hackenesch kommen traditionell die Geländereiter auf ihre Kosten.

Von Helga Kretzschmar

Einmal durch den Wassergraben: Dr. Antje Nägele vom RFV Sudmühle konnte sich am Wochenende während des Reitturniers Im Dahl beim Stil-Geländeritt Klasse A platzieren. Foto: Kretzschmar

Wenn Hermann-Josef Hackenesch auf seine Anlage am Dahl ruft, kommen sie. Voran die Geländereiter, die den Termin Mitte September in ihren Kalender fest eingetragen haben. Dann heißt es, über das Gelände mit festen Hindernissen inklusive Wassergraben zu gehen, der, so fordern es manche Prüfungen, sogar zweimal durchquert werden muss.

Das ist nichts für Angsthasen, schließlich müssen die Reiter sicher im Sattel sitzen und sich auf das Pferd verlassen können. Einblicke in den jeweiligen Reiterstand geben die Geländereiter jeweils an dem traditionellen Dienstag vor dem Turnier. Dann ist Trainingstag, und wer den Anforderungen im Gelände nicht genügt, muss nach Hause fahren. Nicht immer leicht für so manchen Reiter. „Generell ist der Ausbildungsstand schlechter geworden“, ist Hermann-Josef Hackenesch nicht glücklich über diese Entwicklung.

Gute Beteiligung

Knapp über 680 Nennungen bei geschlossenen Prüfungen sprachen für eine gute Beteiligung. Die Warteliste war lang, und so mancher Teilnehmer konnte bei Ausfall eines genannten Reiters nachrücken. Viele kamen auch von weit her, weil die Gelegenheit, im Gelände zu reiten, rar gesät ist.

Neben Gelände und dem Springreiten im Parcours fanden die Dressurprüfungen in der Reithalle statt. Die Zuschauer waren zum Tragen der Maske verpflichtet. Am Samstag blieb der Zuschauerandrang eher überschaubar. Am Sonntagnachmittag kam dafür wiederum umso mehr Publikum.

Cross-Country als Führzügelklasse für die Jüngsten bis zum Speed Derby, der wohl rasantesten Springprüfung im Gelände und Parcours zogen bei den Zuschauern. Ansonsten herrschte Picknickfeeling auf dem Gelände. Dank der Coronaerfahrungen vom letzten Jahr hatten die Helfer wieder einzelne kleine Verpflegungszelte aufgebaut und somit das ganze Treiben entzerrt.

Einbahnstraßensystem für Reiter und Besucher

„Wir haben vieles aus der Coronazeit übernommen“, übernahm Hackenesch viel Positives aus dieser Pandemie. So habe sich das Einbahnstraßensystem für Reiter und Besucher bewährt. Auch in diesem Jahr konnte der Ausrichter wieder auf viele Helfer und Sponsoren zurückgreifen, ohne die ein solches Turnier nicht zu stemmen gewesen wäre.

Für die 22-jährige Lena-Marie Mühlenkamp vom Roxeler Reit- und Fahrverein, die über eine Freundin vom RFV Im Dahl auf diese Prüfung gestoßen ist

, war es erst der zweite Geländeritt. Mit ihrem Verlasspferd Escada Eclair lief es rundum gut. Platz fünf beim Stilgeländeritt mit 15 Hindernissen auf 1500 Metern.

Freude über Preisgelder

Bestplatzierte Hiltruper L-Trense-Dressurreiterin war Tabea Hackenesch vom gastgebenden Verein. Im Führzügelwettbewerb konnte sich Martha Klingenstein platzieren wie auch die Amelsbürenerin Fabienne Franz. „Es ist schön, wieder an einer Siegerehrung mit Schleifenüberreichung teilnehmen zu können“, freute sich Lena-Marie Mühlenkamp nach der etwas seelenlosen Coronazeit auch über die Preisgelder, die der Gastgeber RFV Im Dahl trotz gestiegener Nenngelder seitens der Reiter weiterhin vergab.

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