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Nabu-Naturschutzstation hat bestehende Ausstellung barrierefrei gestaltet

Lebendiges Hornissenvolk aus nächster Nähe

Münster-Hiltrup/Amelsbüren

Auf Heidhorn ist in der Nabu-Naturschutzstation die Hornissenausstellung jetzt barrierefrei zugänglich. Höhepunkt der Ausstellung ist ein lebendiges Hornissenvolk.

Von Michael Grottendieck

Auf Haus Heidhorn ist in den Räumlichkeiten der Nabu-Naturschutzstation die überarbeitete und barrierefrei zugängliche Ausstellung zu besichtigen. Thomas Hövelmann ermuntert zum Besuch. Foto: gro

Es klingt wie eine Plattitüde, ist es aber nicht: Heidhorn ist immer einen Besuch wert.

Die Rundgänge mit den Naturlehrpfaden, die Davert, die angelegten Gewässer oder die blühenden Wiesen – der Nabu hat aus dem alten Herrensitz einiges gemacht. Jetzt ist eine bemerkenswerte Hornissenausstellung in den Räumlichkeiten der Nabu-Naturschutzstation Münsterland überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht worden. Vor allem ist sie jetzt barrierefrei zugänglich – wie es ohnehin ein großes Ziel auf Heidhorn ist, sämtliche Angebote barrierefrei zu gestalten.

Wie ein alter Schatz

Die Hornissenausstellung ist wie ein alter Schatz, den die Nabu geerbt hat, erzählt Thomas Hövelmann. Konrad Schmidt (1925-1215), ein ehemaliger Berufsmusiker und passionierter Naturfotograf, hatte die Sammlung konzipiert und erarbeitet. Die Schaukästen wurden von ihm angefertigt.

Mit finanzieller Unterstützung der Deutschen Postcode Lotterie haben Thomas Hövelmann und Kollegen für großformatige Tafeln sowie eine neue Beleuchtung gesorgt. Auch die Texte haben sie überarbeitet.

Höhepunkt der Ausstellung ist ein lebendiges Hornissenvolk. Gut geschützt durch eine Plexiglasscheibe ist es aus nächster Nähe zu beobachten. „Das wäre in der Natur so niemals möglich“, erläutert Thomas Hövelmann. „Es ist das Meisterstück von Konrad Schmidt.“

Harmloser als man denkt

Vor wenigen Wochen gelang es, das Hornissennest nach Heidhorn zu holen. Dafür war eine Genehmigung notwendig. Hornissen stehen unter Schutz.

Ein Volk kann aus bis zu 700 Tieren bestehen. Drei bis vier Zentimeter sind die Tiere, die noch immer unter einem schlechten Ruf leiden. „Es gibt kaum Situationen, in denen Mensch und Hornissen in Konflikt geraten“, versichert Hövelmann. Hornissen seien harmloser, als man denke. Als Insektenjäger hätten sie eine wichtige Funktion im Naturhaushalt.

Die Ausstellung informiert zudem über die 500 Wildbienen-Arten, die es im Münsterland gibt. Sie alle benötigen heimische Pflanzenarten, erklärt Hövelmann. Deshalb seien Wildwiesen so bedeutsam: „Dort sind bis zu 100 verschiedene Insektenarten anzutreffen. An den Blühstreifen entlang der Äcker zählen wir oft nur acht Insektenarten.“

Die Hornissenausstellung ist montags bis freitags von 9 bis 1 Uhr zu besichtigen. Der Besuch ist kostenlos, eine Maske ist zu tragen.

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