1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Hiltrup
  6. >
  7. Marie-Curie-Straße: Künftig sollen 50 Wohnungslose einziehen

  8. >

Aus Flüchtlingsheim soll Neues entstehen

Marie-Curie-Straße: Künftig sollen 50 Wohnungslose einziehen

Münster-Hiltrup

Aus dem Flüchtlingsheim an der Marie-Curie-Straße soll eine Wohnungsloseneinrichtung werden. 50 Plätze sollen dort einstehen. Die Stadt spricht von einer „„eskalierenden Situation“ bei der Unterbringung wohnungsloser Familien.

An der Marie-Curie-Straße sollen künftig wohnungslose Familien untergebracht werden Foto: Grottendieck

Das Flüchtlingsheim an der Marie-Curie-Straße soll umgenutzt werden. Es soll künftig als Wohnungsloseneinrichtung dienen. So sieht es eine Beschlussvorlage vor, die am Donnerstag (29. September) in der Sitzung der Bezirksvertretung Hiltrup vorgestellt wird. Entscheiden wird der Rat am 26. Oktober.

Der Druck auf die Verwaltung ist groß, für die Betroffenen scheint die Lage dramatisch zu sein. Immer wieder muss die Verwaltung kurzfristig wohnungslose Familien unterbringen. Dabei sei es seit Anfang 2022 regelrecht eine „eskalierende Situation“. Die städtischen Wohnungsloseneinrichtungen für Familien seien seit über einem Jahr zu weit mehr als 95 Prozent ausgelastet. Die Verwaltung schlägt vor, selbst in Zeiten fortgesetzten Zuzugs – von Menschen etwa aus der Ukraine – eine Flüchtlingseinrichtung freizuräumen.

Caritasverband will Betreiber bleiben

Auf bei der Unterbringung wohnungsloser Familien setzt die Stadt auf ein dezentrales Konzept. Sie verfügt nach eigenen Angaben über sechs Standorte mit 264 Plätzen. In den Stadtbezirken Ost, Südost und Hiltrup existieren bislang keine dauerhaften Standorte. An der Marie-Curie-Straße (nahe der Langestraße) sollen 50 Plätze entstehen. Die Umnutzung als Wohnungs­losen­einrichtung soll unbefristet erfolgen.

Als Besonderheit gilt, dass die Einrichtung zunächst bis zum 31. Dezember 2023 vom Caritasverband für die Stadt Münster betrieben wird. In Gesprächen habe der Verband seine Bereitschaft erklärt, die Betreuungsaufgabe auch im Fall einer Umnutzung zur Wohnungslosen­einrichtung fortzusetzen.

Für die geflüchteten Menschen, die aktuell an der Marie-Curie-Straße leben, sollen „individuelle Lösung organisiert“ werden, heißt es.

Startseite