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Baugenehmigung ist da

Neue Palliativstation am Herz-Jesu-Krankenhaus

Münster-Hiltrup

Das ist ein wichtiger Meilenstein für die Erweiterung der Palliativ-Station des Herz-Jesu-Krankenhauses: Die Baugenehmigung liegt endlich vor. Es müssen noch weitere Spenden eingeworben werden. 

Die neue Palliativstation soll als vierte Etage auf diesem Dach des Neubaus an der Westfalenstraße entstehen. Die Olympiasiegerin Ingrid Klimke (Mitte) unterstützt das Projekt und besuchte das Krankenhaus mit ihrer Mutter Ruth Klimke (vorne, 4.v.l.). Die Domfreunde mit Dr. Stefan Nacke (l.) und der Förderverein des Krankenhauses sammeln weiterhin Spenden, um den Neubau zu ermöglichen. Foto: mlü

Seit der Gründung der Palliativstation am Herz-Jesu-Krankenhaus hat die Anzahl der versorgten Patienten stetig zugenommen. Häufig müssen Wartelisten geführt werden, wenn alle sechs Plätze belegt sind. Seit sieben Jahren arbeiten unter anderem der Förderverein des Krankenhauses und der Verein der Domfreunde auf eine räumliche Vergrößerung und Verbesserung hin. Jetzt liegt eine Baugenehmigung vor.

Ein wichtiger Meilenstein für den geplanten Neubau. „Ich habe einen Luftsprung gemacht, als ich die Nachricht gehört habe“, freut sich Chefarzt Dr. Wolfgang Clasen. In trockenen Tüchern ist das Projekt aber noch nicht: Bei steigenden Baukosten und Zinsen wird es wohl nicht bei den anvisierten 3,2 Millionen Euro Baukosten bleiben. Weitere Spenden sind notwendig.

Ingrid Klimke: Thema liegt mir am Herzen

Deswegen rühren die Domfreunde und der Förderverein am Herz-Jesu-Krankenhaus auch weiterhin die Werbetrommel. Dazu gehörte jetzt ein Besuch der Ausnahmereiterin Ingrid Klimke. Sie macht allen Beteiligten des Mammut-Projektes Mut: „Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg“, weiß die mehrfache Gold-Gewinnerin aus ihrem Sportlerleben. Gemeinsam mit ihrer Mutter Ruth Klimke ließ sie sich von den Herausforderungen und Chancen der Palliativstation berichten.

Sie erhalte sehr viele Anfragen von gemeinnützigen Vereinen und Organisationen, berichtete Klimke. „Im Grunde müsste ich mich dreiteilen.“ Warum hat sie sich dann für einen Besuch in Hiltrup entschieden? „Das ist ein wichtiges Thema, das liegt mir am Herzen“, sagt sie.

Guter Personalschlüssel wichtig

Dr. Jürgen Dirks steht mit einem Bein im Palliativnetzwerk Münster und versorgt daher Patienten mit einer begrenzten Lebenserwartung auch ambulant zu Hause. Trotzdem empfiehlt er in manchen Situationen eine Einweisung – und sei es auf Zeit. „Nach einigen Tagen auf der Palliativstation haben manche Patienten keine Beschwerden mehr. Hier werden sie als Mensch wahrgenommen, alleine dadurch wird das Leid geringer.“ Er würde sich wünschen, dass alle Krankenhausstationen mit einem so guten Personalschlüssel ausgestattet wären, wie er in der Palliativmedizin notwendig ist. „Es gibt Zeit zum Zuhören, um die Hand zu halten. Das hilft und ist absolut nebenwirkungsfrei.“

Die neue Palliativstation soll als vierte Etage auf dem Dach des Neubaus an der Westfalenstraße entstehen. Zum Entwurf gehören die lang ersehnte Terrasse, Pflegebäder sowie Räume für Seelsorgegespräche und Musiktherapie. Es gibt insgesamt mehr Platz für die Patienten und Angehörigen. Die Ästhetik der Station soll mehr mit einem Wohnzimmer als einem Krankenhaus gemein haben.

So ist Unterstützung möglich

Demnächst gibt es zwei Gelegenheiten, den Neubau der Palliativstation zu unterstützen. Die Domfreunde veranstalten unter Federführung des „Clubs der blauen Helme“ am 17. September (Samstag) ab 11 Uhr einen Sponsoren-Treppenlauf im Möbelhaus Höffner in Nienberge. Rettungskräfte gehen in voller Uniformmontur an den Start. Bereits jetzt am Samstag (10. September) findet ein Gala-Ball in der Stadthalle Hiltrup zugunsten der Palliativstation statt.

Der Förderverein des Herz-Jesu-Krankenhauses nimmt ebenfalls Spenden entgegen. Informationen unter www.hjk-muenster.de/wir-ueber-uns/foerderverein.html

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