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Stadt plant Verkehrsversuch in Hiltrup

Radfurt soll diagonal über die Kreuzung führen

Münster-Hiltrup

Hiltrups zentraler Knotenpunkt hat ein Problem: Er stößt längst an seine Leistungsfähigkeit, weil der Verkehr auf der Marktallee, dem Osttor sowie der Glasurit- und der Hülsebrockstraße so groß geworden ist. Nun soll ein Verkehrsversuch für Abhilfe sorgen.

Von Michael Grottendieck

Wenn diese Beiden erzählen könnten: Sie erleben täglich, was sich auf der Marktallee und dem Osttor abspielt. Foto: Grottendieck

Der Knotenpunkt Marktallee, Osttor, Glasuritstraße und Hülsebrockstraße ist die einzige Kreuzung in Münster, in der es eine Grünphase ausschließlich für Radfahrer gibt. Sie können in dieser Zeit bequem einmal um die gesamte Kreuzung radeln. Was den Radfahrern ein hohes Maß an Sicherheit beschert, geht enorm auf die Leistungsfähigkeit des Knotenpunktes, der immer täglich von 23 000 Fahrzeugen genutzt wird.

Auf der Marktallee wie auch allen drei anderen Straßen, die hier zusammenkommen, häufen sich die Staus. Morgens und abends, wenn der Berufsverkehr unterwegs ist, werden sie sich kaum vermeiden lassen. Doch auch in der verkehrsarmen Zeit sind die Wartezeiten ausgesprochen hoch. Mehr noch: Die Verkehrsplaner haben erkannt: „Insbesondere in den Wintermonaten wird die Kapazitätsgrenze des Knotens regelmäßig erreicht.“

Kapazitätsgrenze erreicht

Die Verwaltung plant nun eine Veränderung der Verkehrsführung an dem Knotenpunkt und möchte dabei die Bürger frühzeitig beteiligen. Große Maßnahmen zum Umbau des Kreuzungsbereichs sind offenbar nicht vorgesehen. Vermutlich wäre dafür ohnehin kein Geld da. Doch mit Blick auf das künftige Neubaugebiet in Hiltrup-Ost besteht Handlungsbedarf. Kurzfristig soll als Versuch eine diagonale Radfurt geschaffen werden. Es wäre eine Verbindung vom Bereich Wiewel-Markt zur nordwestlichen Seite der Marktallee. Dafür würde das Rundum-Grün für Fußgänger und Radfahrer entfallen. Der Vorteil der Lösung: Rechtsabbieger aus der Marktallee könnten in dieser Phase der Ampelschaltung ebenfalls fahren.

Die Thema wird erstmals in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung Hiltrup am 20. Januar debattiert.

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