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Fahrradbügel an der Marktallee

Scharfe Kritik an den Kritikern

Münster-Hiltrup

Die plötzliche Aufstellung von Fahrradbügeln an der Marktallee hatte für allgemeine Verwunderung gesorgt. Mitglieder der Bezirksvertretung erklärten, sie fühlten sich regelrecht übergangen. In der jüngsten Sitzung gab es ein Nachspiel dazu.

Die neuen Fahrradbügel an der Marktallee. Foto: Grottendieck

„Ich fühle mich nicht übergangen“, stellte Wilfried Stein gleich zu Sitzungsbeginn fest – und meinte die umstrittene Aufstellung der Fahrradbügel an der Marktallee.

Die Debatte hatte den Bezirksbürgermeister offenbar sehr verärgert. Vertreter verschiedener Fraktionen hatten erklärt, sie seien von der Baumaßnahme überrascht gewesen. Sie hätten sich übergangen gefühlt. Die FDP warf die Frage auf, warum es überhaupt noch eine Bezirksvertretung gebe.

Diese Maßnahme falle „nicht in die Zuständigkeit der Bezirksvertretung, sondern sei laufendes Geschäft der Verwaltung“, stellte Stein daraufhin in der Sitzung fest. Grundlage sei ein Ratsbeschluss aus dem Jahre 2019, stadtweit 3000 Fahrradstellplätze neu zu schaffen.

Bezirksbürgermeister Wilfried Stein

Die Bezirksvertretung sei im Mai über die Fahrradstellplätze an der Marktallee informiert worden, meinte er und fügte hinzu: „Die Mitglieder der Bezirksvertretung hätten es also besser wissen können.“ Allerdings hatte Stein in der vergangenen Woche ebenfalls einräumen müssen, sich „erst schlau machen“ zu müssen.

Martin Schulze-Werner erklärte in seiner Antwort auf Stein, dass sich die Kritik der CDU nicht gegen die Fahrradbügel richte. Man sei nicht informiert worden, stellte er fest. Dabei sei 2019 eine „pro-aktive Kommunikation“ versprochen worden.

Die Verwaltung habe angekündigt, die Bevölkerung zu informieren. „Diese Kommunikation hat mir gefehlt“, stellte Schulze-Werner fest, worauf ihm der Bezirksbürgermeister zustimmte. Weitere Wortmeldungen gab es nicht.

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