Literaturkurs des Kant-Gymnasiums

Schüler spielen Theater

Münster-Hiltrup

Die Elftklässler des Literaturkurses am Kantgymnasium führten am Freitagabend vor Publikum ihr selbst geschriebenes Stück „Unschuldig – Der Fall Rosenthal“ auf.

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Die Mitglieder des Literaturkurses spielten ihre Rollen mit voller Leidenschaft Auf die Bühne brachten sie ihr selbst geschriebenes Stück „Unschuldig – Der Fall Rosenthal“. Foto: Reichelt

Seit Beginn des Schuljahres hatte man für jeden Schüler eine Rolle gefunden und ein entsprechendes Theaterstück, das eine Gerichtsverhandlung als Rahmen fand, geschrieben. Der Staatsanwalt, gespielt von Malte Oberhoff, warf gemeinsam mit dem Opfer Lou Lambou (Jasmin Alauldeen) dem Rentner Jens Rosenthal (Patrick Connearn) sexuelle Belästigung vor.

Um diesen Vorwurf zu belegen, fanden während der Gerichtsverhandlung immer wieder Rückblenden statt, beispielsweise zu einer Münsteraner Stadtführung und zu einem Drogenverkauf. Die Rückblenden waren deutlich lebendiger als schlichte Erzählungen.

Die Umbauphasen wurden vom Moderatorenteam Ole Senkler und Dennis Pfeiffer durch persönliche Einwürfe über ihre Meinung zu Rosenthals angeblichem Vergehen überbrückt. Am Ende sprach das Publikum in der Funktion als Schöffengericht Rosenthal von allen Vorwürfen frei, wobei nur eine einzige Stimme auf schuldig plädierte – ein Sieg für Rechtsanwältin Elizabeth Childe (Hannah Gottmann). Oder doch eher für das Rechtsverständnis der Zuschauer, die die Hintergründe der Vorwürfe in den Rückblenden miterlebten?

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