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Ahmadiyya Muslim Gemeinde unterstützt „Jugendhilfe Direkt“

Seit 100 Jahren in Deutschland

Münster-Hiltrup

Für den für den Hiltruper Verein „Jugendhilfe Direkt“ gab es 600 Euro von der Imam Ahmadiyya Muslim Gemeinde. Die Spende erfolgte, obwohl der Charity Walk in diesem Jahr ausfiel.

Von Andreas Hasenkamp

In der Tradition des Charity Walk wurde gespendet. Für den Hiltruper Verein „Jugendhilfe Direkt“ gab es 600 Euro von der Imam Ahmadiyya Muslim Gemeinde. Foto: anh

Normalerweise kommt das Geld für die Spenden beim Charity Walk zusammen – diesmal ist es anders. Die Gemeinde der Ahmadiyya-Moschee in Hiltrup übergab jetzt im Beisein des Bezirksbürgermeisters Wilfried Stein zwei Spenden: 600 Euro für den Verein „Jugendhilfe Direkt“, 200 Euro für Humanity First, die der Ahmadiyya verbunden ist.

Jugendhilfe Direkt unterstützt Schüler der Hiltruper Hauptschule bei der Berufsorientierung und Berufsvorbereitung. Dort tun sich in der Pandemie besondere Probleme auf, berichtete Hans-Werner Kleindiek, der sich seit 1984 in dem Verein engagiert. Denn es fallen beispielsweise die Praktika aus, die einen ersten Eindruck vom Leben und Arbeiten in einem Betrieb vermitteln und auch die Berufswahl erleichtern. Jetzt sei es aber so, dass die neuen Auszubildenden teils nie zuvor einen Betrieb von innen gesehen hätten. Beobachtet hat Kleindiek auch, dass der Umgang miteinander rauer geworden sei.

Aufruf zur Spende

Solche Spenden zu leisten hat das religiöse Oberhaupt der Gemeinde in London, Kalif Mirza Masroor Ahmad, seinen Gläubigen aufgetragen, erzählte Rafique Khawaja, der aus der Frankfurter Zentrale nach Münster gekommen war. Die Ahmadiyya-Gemeinde mit ihrer Moschee in Hiltrup ist eine von vielen, die deshalb unter normalen Umständen Charity Walks durchführt – bundesweit 200, so Khawaja. Statt bei einem traditionellen Charity Walk sammelte man diesmal einfach so in der Gemeinde. Imam Shariq A. Iftikhar war froh, eine solche Alternative gefunden zu haben und vom Ergebnis „positiv überrascht“. Einige Gläubige hätten wegen der Pandemie in ihrem Job Probleme.

100-jähriges Bestehen in Deutschland

Eine kleinere Spende kann an ein weiteres Projekt gehen, so der Kalif, und das war nun Humanity First. Diese Initiative hilft meist in Entwicklungsländern, in diesem Sommer aber vier Tage in Hagen und im Ahrtal, wo 20 Jugendliche Mahlzeiten anboten. Mahmoot Shahid nahm die Spende entgegen.

Die Gemeinde, die 2022 ihr 100-jähriges Bestehen in Deutschland feiert, wolle handeln, so der Imam, seit Juli 2020 in der Gemeinde, „wenn unsere Stadt und unsere Nachbarn uns brauchen“.

Bezirksbürgermeister Stein dankte für die Spendenaktion, und bei Kaffee und pakistanischen Spezialitäten hatte er eine Idee für eine Baumpflanzung, eine weitere bei der Ahmadiyya gepflegte Tradition.

Im Lockdown war die Moschee zwei Monate geschlossen, so der Imam; derzeit ist die Teilnehmerzahl reduziert. Den Neujahrsempfang am 26. Januar plane man online, hieß es.

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