1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. Hiltrup
  6. >
  7. Solaranlagen wurden heiß ersehnt

  8. >

Besuch in der Partnergemeinde in Nord-Ghana

Solaranlagen wurden heiß ersehnt

Münster-Hiltrup

Eine Delegation der Kirchengemeinde ist mit vielen Erfahrungen aus dem Norden Ghanas zurückgekehrt. Der Ghana-Kreis zieht eine erste Bilanz und lädt zu einem Bildervortrag am 16. März ein.

Ursula und Kai Finkelmann (r.) sowie Gisela Barbara Kubina (l.) bei ihrem Besuch in Sirigu, St. Martyrs of Uganda, der Partnergemeinde von St. Clemens Hiltrup Amelsbüren. Am 16. März laden sie zu einem Vortrag über ihre Reise ein. Foto: Kubina

Mit 170 Kilogramm Gepäck hatte sich die dreiköpfige Delegation im Februar auf den Weg in den heißen Norden Ghanas gemacht. Im Gepäck befanden sich vier Solaranlagen, Werkzeug für die Installation, Ersatzteile und natürlich Geschenke. Nach zwei-tägiger Reise kamen Ursula und Kai Finkelmann sowie Gisela Barbara Kubina in Sirigu, St. Martyrs of Uganda, der Partnergemeinde von St. Clemens Hiltrup Amelsbüren, an.

Bereits zehn Minuten später begann die erste Sitzung. Das Partnerschaftskomitee hatte bereits gewartet, um gemeinsam das dichte Programm für die zwölf Tage vor Ort zu erstellen. Und am nächsten Morgen ging es los. Jede Schwester in dem kleinen Kloster bekam eine eigene helle Lampe ins Zimmer. „Nun können wir am Abend in der Bibel lesen.“ Groß war die Freude.

Viele Erfolge

Das neue Pfarrheim in der Außenstation Nabango bekam Beleuchtung, ebenso die Kirche in der Außenstation Mijoro. Unter Beteiligung lokaler Hilfskräfte wurde sie von Kai Finkelmann installiert.

Im Kinderheim, das von Hiltrup seit 30 Jahren unterstützt wird, leben unter der Obhut der Schwestern 17 Kinder zwischen vier Monaten und vier Jahren. Die Schwestern kümmern sich liebevoll und zuverlässig um die Kinder, aber auch um die Verwaltung des Hauses und der Finanzen.

50 Anwohner aus der Nähe des Damms erschienen, um über die notwendigen Reparaturarbeiten und die zu erwartende Eigenleistung zu verhandeln. Die Jugenddelegation, die im kommenden Sommer in Hiltrup erwartet wird, wurde in zwei Workshops auf ihre Zeit vorbereitet. So gab es weitere Treffen mit den Frauen, dem Pfarrgemeinderat, dem Jugendausschuss und viel Wiedersehensfreude nach langer Zeit, schreibt der Arbeitskreis Ghana.

Auch traurig stimmende Erfahrungen

Doch bei allen Erfolgen gab es auch Erfahrungen, die traurig stimmten. Einerseits das marode Schulsystem mit unzuverlässigen Lehrern, mangelndem Material, fehlenden Schulmöbel und vielfach nicht einmal einer Schulmahlzeit. Das alles schlägt sich auf die Qualität der Grundbildung nieder.

Dazu kommt das Gesundheitswesen: Auch wenn es eine Versicherung für Arztbesuch und Krankenhaus gibt, sind Therapien wie Blutkonserven, Infusionen und Krankentransporte nicht abgedeckt. So bedeutet ein familiärer Krankheitsfall oft den finanziellen Ruin und die Zerstörung mancher Zukunftspläne. „Der Besuch war notwendig und wichtig.“ Da ist sich die Delegation einig.

Über ihre Erfahrungen werden die drei Reiseteilnehmer am 16. März (Mittwoch) um 19.30 Uhr im Pfarrheim St. Marien berichten.

Startseite