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Pfarrkirche öffnet nach mehrmonatigen Sanierungs- und Umbauarbeiten wieder ihre Pforten

St. Clemens in neuem Glanz

Münster-Hiltrup

Frisch saniert und an vielen Stellen umgestaltet, feierte die St.-Clemens-Gemeinde am Wochenende mit vier Gottesdiensten die Wiedereröffnung ihrer Pfarrkirche. Zehn Monate lang mussten die Mitglieder der Gemeinde ohne die St.-Clemens-Kirche auskommen.

Simon Kerkhoff

„Jung und Alt können sich in der neuen Komposition des Kirchraums wiederfinden“, urteilt Pfarrer Mike Netzler über das Ergebnis der Umgestaltung. Sie wurde maßgeblich von den Arbeiten des Künstlers Tobias Kammerer geprägt. Foto: ske

Es war eine knappe Punktlandung: Freitag um 18 Uhr hatten die letzten Handwerker ihre Arbeiten vollendet und die Kirche verlassen, so dass Samstag die ersten Besucher kommen konnten.

„Ich bin mit den Ergebnissen der Umgestaltung mehr als zufrieden! Dass das entworfene Konzept in der Umsetzung tatsächlich so stimmig ist, macht mich überglücklich. Wir haben herausgekitzelt, was das Potenzial unserer Kirche hergibt“, erzählte Pfarrer Mike Netzler strahlend.

Ausgangspunkt aller Überlegungen zur liturgischen Umgestaltung der Kirche war der Wunsch nach einer neuen Sakristei-Tür direkt zum Kirchraum gewesen. Letzten Endes wurden eine ganze Reihe an Maßnahmen durchgeführt, die etwa das Kreuz über dem Altar, die Stellung des Taufbeckens, den Tabernakel oder die neue Bestuhlung des Westchors betreffen. Den meisten Gottedienstbesuchern werden insbesondere die zahlreichen künstlerischen Veränderungen sofort ins Auge fallen. Diese sind dem international tätigen Kirchenkünstler Tobias Kammerer zu verdanken.

„Kammerer sollte zunächst nur einen Entwurf für die Fensterrosette an der Ostseite der Kirche anfertigen. Nach einigen Stunden alleine in der Kirche ist er mit überzeugenden Entwürfen für den gesamten Kirchraum wieder hinausgekommen“, berichtete Pfarrer Netzler. Insbesondere die farbenfrohen Malereien an der Rückwand des Altarraums oder am neuen Standort der Mutter Gottes im Eingangsbereich der Kirche versprühen Leichtigkeit und setzen farbliche Akzente.

Bemerkenswert ist zudem, wie viel heller der gesamte Kirchraum nach der Sanierung ist. Die Kronleuchter und tief hängenden Lampen wurden abgehängt, stattdessen sorgen nun LED-Lampen und eine Ausleuchtung des Gewölbes für eine freundlichere Lichtstimmung.

Ursprünglich sollte die Wiedereröffnung der Kirche schon vor Weihnachten stattfinden, aufgrund von Verzögerungen während der Sanierungszeit mussten sich die Gemeindemitglieder noch zwei Monate länger gedulden. Die geplanten Kosten von knapp 1,4 Millionen Euro wurden nicht überschritten. 75000 Euro davon sollten durch Spenden finanziert werden, bisher sind bereits 60000 Euro bei der Gemeinde eingegangen.

„Bis wir alle hinzugewonnenen Schönheiten entdeckt haben, wird es sicher noch einige Zeit dauern“, sagt der emeritierte Pfarrer Ewald Spieker. Am Wochenende konnten sich die Verantwortlichen jedenfalls schon über viele positive Rückmeldungen freuen.

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