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Neue Baugebiete in Amelsbüren und Hiltrup-Ost

Stadt will jetzt Tempo machen

Münster-Hiltrup/Amelsbüren

Die Stadt drückt mächtig aufs Tempo bei der Entwicklung neuer Baugebiete. In Amelsbüren ist nach einer außergerichtlichen Einigung der Weg frei für ein Baugebiet am Dornbusch. Für Hiltrup-Ost soll in Kürze in die Bauleitplanung eingestiegen werden.

Von Michael Grottendieck

Raus aus der Warteschleife: Am Dornbusch in Amelsbüren sollen in Kürze die Bauarbeiten beginnen. Foto: gro

Der Weg für das künftige Baugebiet „Nördlichwestlich Am Dornbusch“ ist endlich frei. Vorausgegangen ist eine außergerichtliche Einigung mit einem Anlieger, der gegen den Bebauungsplan geklagt hatte.

Auch in Hiltrup soll es zügig weitergehen. Die Stadt drückt jetzt mächtig aufs Tempo bei der Entwicklung neuer Baugebiete im Süden Münsters. Denn auch in Hiltrup-Ost soll in Kürze das Bebauungsplanverfahren beginnen. Vorausgesetzt, die Politik stimmt dem zu.

Bebauungsplan bereits im März 2018 rechtskräftig

Dass es eine jahrelange Hängepartie geben kann, selbst wenn der Bebauungsplan bereits Rechtskraft erlangt hat, zeigt das Beispiel Amelsbüren. Im März 2018 war die Erwartung groß, dass die Bauplätze für rund 170 Wohneinheiten auf städtischen Grundstücken bald erschlossen und vermarktet werden könnten.

Allerdings hatte ein Anlieger die Planungen beklagt und das Oberverwaltungsgericht (OVG) für das Land Nordrhein-Westfalen zur rechtlichen Überprüfung des Bebauungsplanes aufgefordert.

Die Stadt Münster und der Kläger einigten sich zunächst in Gesprächen darauf, einen außergerichtlichen Interessenausgleich finden zu wollen und baten einvernehmlich das OVG, das Klageverfahren einstweilen ruhen zu lassen.

Tiefbauarbeiten beginnen im Herbst 2022

Erst im Laufe des Jahres 2021 einigte sich die Stadt Münster mit dem Kläger außergerichtlich, so dass jener seine Klage zurückzog. Das OVG hat darauf mit Beschluss vom 11. Februar 2022 das Normenkontrollverfahren eingestellt, teilt die Stadt Münster mit. Weitere Klagen seien nicht anhängig.

In Erwartung einer Einigung hatte die Politik bereits im November 2021 per Beschluss die Verwaltung beauftragt, die Entwässerungserschließung des Baugebietes öffentlich auszuschreiben und zugleich einen Baubeschluss für die Straßenplanung gefasst.

Der Baubeginn für die Straßen- und Tiefbauarbeiten am Dornbusch ist für den Herbst 2022 vorgesehen. Die Bauzeit für Entwässerungskanäle, Baustraße und Versorgungsleitungen wird auf rund drei Jahre geschätzt.

Stadtbaurat Robin Denstorff: „Ich freue mich, dass der Weg für das neue Baugebiet nun endgültig frei ist und mit der Erschließung begonnen werden kann.“

„Endlich geschafft“

„Endlich geschafft“, kommentierte Amelsbürens Ratsherr Stefan Weber diesen Schritt. In Amelsbüren besteht nach Ansicht Webers „unverändert große Baugrundnachfrage“. Der Hansa-Business-Park und die Batterieforschungsfabrik dürften nach seiner Einschätzung den Run auf arbeitsplatznahe Wohnungen hochhalten.

Das Stadtplanungsamt hat den politischen Gremien zudem eine Beschlussvorlage zur Einleitung des Bebauungsplanverfahrens für den Bereich Nördlich Osttor/ Östlich Loddenweg/Südlich Erdelbach vorgelegt. Damit sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Entwicklung von rund 1060 Wohneinheiten geschaffen werden.

Stadtteilentwicklungskonzept Hiltrup-Ost

Nach Angaben der Stadt Münster ist der Aufstellungsbeschluss eng mit einem Stadtteilentwicklungskonzept verknüpft. Die Ergebnisse dieses Konzeptes für Hiltrup-Ost wurden im November 2021 in der Stadthalle Hiltrup öffentlich vorgestellt. Der Abschlussbericht soll den politischen Gremien voraussichtlich im zweiten Quartal dieses Jahres vorgelegt werden, skizziert die Stadt den anvisierten Zeitplan.

Bereits im Prozess zum Stadtteilentwicklungskonzept war die Resonanz in der Bürgerschaft sehr groß. Die vorgestellten Überlegungen zum Ortsmittelpunkt und vor allem zur Verkehrsanbindung an das Osttor wurden kontrovers diskutiert.

Die Planungsverwaltung kündigt an, auch im Bebauungsplanverfahren einen Fokus auf die Öffentlichkeitsbeteiligung zu legen und kontinuierlich über neue Entwicklungen im Bereich Hiltrup-Ost zu informieren.

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