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Wasserspiegel des Hiltruper Sees

Stärkeres Absinken verhindert

Münster-Hiltrup

Der regenreiche Winter 2017/18 sorgte für eine Entspannung – aber auch die Stadtwerke halfen mit. Die Wasseranreicherung stabilisiert die Pegelstände am Hiltruper See.

Michael Grottendieck

Der regenreiche Winter 2017/18 sorgte für eine Entspannung – aber auch die Stadtwerke selbst halfen mit: Das Foto zeigt den Stand am 8. März. Foto: gro

Der Wasserspiegel des Hiltruper Sees lässt sich durchaus positiv beeinflussen. Die Daten für das Jahr 2017 zeigen dem Experten Lutz Hirschmann von der zuständigen Wasserbehörde sehr genau: Es gibt einen Zusammenhang zwischen der Fördermenge und dem Wasserstand. Der wichtigste Faktor aber ist und bleibt das Wettergeschehen. Wenn es zu wenig regnet, hat auch der See zu wenig Wasser.

In der Hohen Ward reichern die Stadtwerke Münster das Grundwasser mit Oberflächenwasser aus dem Dortmund-Ems-Kanal an. Je mehr sie dort fördern wollen (oder müssen), um Münster mit Trinkwasser zu versorgen, desto mehr müssen sie Wasser in ihren Infiltrationsbecken verrieseln lassen.

Im Jahr 2014 wurde den Stadtwerken für 30 Jahre eine Brutto-Entnahme von jährlich sieben Millionen Kubikmeter Grundwasser genehmigt. Entscheidend für das Grundwasserreservoir ist die auf 1,5 Millionen Kubikmeter begrenzte Netto-Entnahme. Wenn die Trinkwasserförderung steigt, muss auch mehr angereichert werden.

Ohne diese Anreicherung wäre der Wasserstand des Hiltruper Sees noch stärker gesunken, erklärte Hirschmann den Mitgliedern der Bezirksvertretung Hiltrup, die großes Interesse an einer Gesundung des Patienten zeigten. Er erklärte, dass die Stadtwerke bereits 2017 auf die ausbleibenden Niederschlagsmengen reagiert hätten. Sie fuhren bei die Nettoentnahme spürbar herunter und halfen so, ein weiteres Absinken der Pegelstände des Hiltruper See zu verhindern.

„Ohne die Anreicherung wäre der Wasserstand 2017 noch stärker abgesunken“, erklärte Hirschmann.

Von August 2016 waren die Pegelstände kontinuierlich gesunken, bis sie im November 2017 mit 53,73 Meter über Null einen Tiefststand erreichten. Der regenreiche Winter 2017/18 sorgte für eine Entspannung. Aktuell liegt der Wasserpegel bei 54 Meter über Null. Das sind weiterhin 30 Zentimeter unter dem jährlichen Durchschnitt seit dem Jahr 1991. Diesen Stand wolle Hirschmann „als Minimum vorgeben“, wie er sich ausdrückte.

Die Anregung der FDP, mittels einer Rohrleitung für eine künstliche Zuleitung zu sorgen, ist damit keineswegs vom Tisch. Jetzt soll geprüft werden, ob ein Überleitungsrohr zwischen den Versickerungsbecken der Stadtwerke in der Hohen Ward und dem Hiltruper See Abhilfe schaffen könnte. Diese Anregung nahm Hirschmann aus der Bezirksvertretung mit.

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