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Ophelia-Musical im Hiltruper Kulturbahnhof

Von Sehnsüchten und Träumen

Münster-Hiltrup

Reichlich Applaus gab es im Hiltruper Kulturbahnhof für Lea Christiansen und Frank Harbour. Das Duo begeisterte sein Publikum mit der gelungenen Aufführung des Musicals „Ophelia putzt, eigentlich . . .“

Von Helga Kretzschmar

Von Hoffnungen und Sehnsüchten handelte das Musical „Ophelia putzt, eigentlich“, das mehr als 60 Zuschauer im Hiltruper Kulturbahnhof verfolgten. Foto: hk

Ophelia hat es bislang nicht weit gebracht. Ein Leben für die große Bühne, das wäre es. Ist es für sie auch, auch wenn sie die meisten Bühnen eher putzend erlebt hat. Der Bühnenboden im Hiltruper Kulturbahnhof jedenfalls blieb in dieser Hinsicht verschont. Denn es kam alles anders als erwartet.

Das Publikum in dem Stück „Ophelia putzt, eigentlich . . .“ war schon voller Erwartung, als sie erfuhr, dass das Musical „Die Adams Family“ ausfiel. Und so kam es, dass Ophelias große Stunde geschlagen hatte – ausgestattet mit Putzeimer und einer variantenreichen tollen Stimme. Mit ihr der ahnungslose Pianist Paul, der die Schauspieler der Adams Family eigentlich nur begleiten wollte und stattdessen nun mit ihr allein auf der sehr gut ausgeleuchteten Bühne stand.

Darstellerin in ganz verschiedene Rollen

Was die mehr als 60 Besucher nun erlebten, war Ophelias Solovorstellung voller Rückschläge bei verschiedenen Castings, die immer wieder von Sehnsüchten und Träumen getragen wurden. Und eine Darstellerin, die es verstand, in ganz verschiedene Rollen zu schlüpfen – mal als Tänzerin, mal im Ornat einer Nonne, und das innerhalb eines Stückes. Und zwischendurch frag sie das Publikum „Sind Sie noch da?“.

Ophelia erwies sich als Könnerin ihres Fachs, und Pianist Paul, der sich ganz auf sie einstellte mit „Kennst Du das Lied?“ und prompt spielte, war von ihrer Stimme so überzeugt, dass er einen gemeinsamen musikalischen Weg vorschlug.

Ein Potpourri bekannter Songs

Wie im richtigen Leben: Seit vier Jahren proben und musizieren Ophelia alias Lea Christiansen und Paul, dargestellt von Frank Harbour, zusammen. Unter der Regie von Johanna Kollet haben sie ein wahres Potpourri bekannter Songs zu einem eigens arrangierten Musical zusammengeführt und ihm damit eine eigene Note verpasst.

Blumenstrauß zur gelungenen Aufführung

Lea Christiansen ist ausgebildete Musicaldarstellerin und Vokalpädagogin, lehrt an der Westfälischen Schule für Musik und leitet derzeit acht Kinderchöre. Zwei Jahre lang spielte sie Billie Holiday in Hiltrup. „Eine Ausnahme, dass eine Lehrerin auf der Bühne steht“, gratulierte ihr Cornelia Lammert von der Westfälischen Schule für Musik mit einem Blumenstrauß zu der gelungenen und mit Applaus bedachten Aufführung der beiden aufeinander eingespielten Darsteller.

Die beiden sehen ihre Heimat allerdings eher auf kleinen Bühnen, wobei der Kleine Bühnenboden in Münster ihre Heimat ist. Die gut einstündige Aufführung im Hiltruper Kulturbahnhof war die vorerst letzte in diesem Jahr.

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