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Erschließungsarbeiten für das Baugebiet Eschweiler

Was passiert da am Spielplatz?

Münster-Hiltrup

Im Umfeld des Spielplatzes „An der alten Kirche“ haben die Erschließungsarbeiten für das geplante Baugebiet auf dem ehemaligen Eschweiler-Areal begonnen. Gleichzeitig wird die Westfalenstraße fit für das höhere Verkehrsaufkommen gemacht.

Markus Lütkemeyer

Der Bauzaun geht einmal quer über den Spielplatz An der alten Kirche. Ein Bagger reißt den alten Fußweg auf. Es handelt sich um vorbereitende Maßnahmen für das geplante Baugebiet auf dem ehemaligen Eschweiler-Grundstück. Verlegt werden neue Leitungen. Foto: mlü

Ein großer Bagger ist am Spielplatz „An der alten Kirche“ kräftig zu Gange. Die Kinder staunen, die Eltern sind etwas ratlos: Direkt hinter dem Grundstück liegt das ehemalige Eschweiler-Gelände – dort soll ein Baugebiet entstehen. Wird da etwa für eine Erschließungsstraße gebuddelt? Oder soll zumindest eine provisorische Baustraße entstehen? Wird vielleicht nur der Fußweg erneuert? Alles falsch.

Doch selbst das Tiefbauamt der Stadt Münster muss tief in den Akten wühlen, um herauszufinden, was da plötzlich vor sich geht. Des Rätsels Lösung: Ein externer Erschließungsträger wurde beauftragt, alles für das Baugebiet vorzubereiten. Zwischen der Storkampsche Scheune und den Klettergerüsten des Spielplatzes werden Regen- und Schmutzwasserrohre verlegt. Die Stadt Münster macht lediglich technischen Vorgaben und nimmt die Arbeit später ab.

Für das dreieinhalb Hektar große Eschweiler-Areal an der Westfalenstraße ist ein Mix aus Einfamilienhäusern und Mehrfamilienhäusern geplant. Es entstehen rund 180 Wohneinheiten, etwa 25 davon in Einfamilienhäusern, ein großer Teil im öffentlich geförderten Wohnungsbau. Geplant ist auch eine neue Kindertagesstätte. Der Lidl-Lebensmitteldiscounter soll hinter das Ärztehaus umziehen.

Rund 13 800 Fahrzeuge befahren täglich die Kreuzung von Westfalenstraße und Hummelbrink. Durch die neue Bebauung werden höhere Verkehrsbelastungen erwartet. Deswegen haben vor rund einer Woche die Bauarbeiten für neue Abbiegespuren und eine Ampelanlage begonnen. Die Baukosten belaufen sich auf rund 730 000 Euro. Bei dieser Gelegenheit werden auch in diesem Bereich neue Versorgungsleitungen und Kabel verlegt.

Bislang ist davon wenig zu sehen: Die Ferienbaustelle hatte einen eher zaghaften Start. Von der angekündigten Baustellenampel gibt es beispielsweise noch keine Spur. Für die Maßnahme werden sechs Monate reine Bauzeit veranschlagt. Aufgrund von Schlechtwetterlagen und des kommenden Winters ist aber mit einer Fertigstellung nicht vor dem Frühjahr 2020 zu rechnen.

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