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St. Clemens möchte mitten ins Geschehen

Weihnachtsgottesdienst auf der Marktallee

Münster-Hiltrup/A...

Die Pfarrei St. Clemens könnte sich an Heiligabend einen Weihnachtsgottesdienst auf der Marktallee vorstellen. Auf alle Fälle setzt sie auf Open-Air-Gottesdienste.

Michael Grottendieck

Wie lässt sich die Freude des Weihnachtsfestes in Corona-Zeiten weitergeben? Foto: Grottendieck

„Weihnachten ohne ein Lied wie Stille Nacht, heilige Nacht – das wäre vom Gefühl her eine Nullnummer“, erklärt Pfarrer Mike Netzler. Die Gemeinde St. Clemens setzt zu Weihnachten verstärkt auf Open-Air-Gottesdienste.

Mehr denn je steht alles unter dem Vorbehalt, wie sich die Pandemie entwickelt und welche Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Zahlen im Griff zu halten.

Die Gemeinde will auf alle Eventualitäten vorbereitet sein. „In diesem Jahr werden wir die Weihnachtsbotschaft unter Sonderbedingungen hören“, sagt Netzler im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir wollen uns allerdings ein Stück Normalität erkämpfen und auch Festfreude spüren und teilen.“ So sehen die Planungen aus:

Mindestens an drei Orten soll an Heiligabend um 22 Uhr Christmetten gefeiert werden. Die Kapelle im Mutterhaus der Missionsschwestern steht der Gemeinde zur Verfügung. Zudem die Kirchen St. Sebastian und St. Marien. Möglicherweise wird auch in Alt-St. Clemens eine Christmette stattfinden. Es gilt: Zutritt nur nach vorheriger Anmeldung.

Bereits um 15 Uhr soll es an Heiligabend Wortgottesdienste unter freiem Himmel geben. Nach derzeitigem Stand sollen sie an der Marienschule, der Ludgerusschule sowie der Davertschule stattfinden. Die Kirchengemeinde ist jedoch auf die Unterstützung der Stadt Münster angewiesen. Die Stadt müsste die Schulhöfe freigeben.

Einfacher dürfte die Organisation bei den sogenannten Indoor-Gottesdiensten sein, die jeweils um 16 Uhr beginnen sollen. Als Orte sind die Halle des Reit- und Fahrvereins 1876 in Amelsbüren, der Hiltruper Kulturbahnhof sowie die Scheune des Lohmannschen Hofes an der Westfalenstraße vorgesehen.

Schließlich der vielleicht kühnste Teil des Plans: Die Gemeinde möchte ab 17 Uhr auf drei öffentlichen Plätzen gleichzeitig unter freiem Himmel Weihnachten feiern. „Wir möchten in die Mitte gehen, mitten ins Geschehen“, sagt Pfarrer Netzler und könnte sich sogar eine etwa halbstündige Feier mitten auf der Marktallee vorstellen. Im Ambiente der Weihnachtsbeleuchtung könne das sehr ansprechend sein. Auch die Wiese vor der Marienkirche in Hiltrup-Ost sei ein weiterer Ort, der in Frage kommt. Gleiches gelte für den Dorfplatz in Amelsbüren. Pfarrer Netzler räumt jedoch ein, dass sich die Stadt derzeit noch „reserviert“ gegenüber den Planungen zeige. Denn auf der Marktallee müssten der Individualverkehr und auch die Stadtbusse umgeleitet werden.

Zudem sollen am Nachmittag des 24. Dezembers sämtliche Kirchen geöffnet sein. Sie sollen festlich mit Weihnachtskrippen und Tannen geschmückt sein. Das gilt auch für die Pfarrkirche St. Clemens, deren Renovierung – wie berichtet – bis zum Fest noch nicht abgeschlossen sein wird.

„Wir sind offen für neue Ideen“, ermuntert Pfarrer Netzler dazu, weitere Anregungen zu äußern. Gute Ideen seien immer willkommen. „Nur her damit“, sagt er ausdrücklich.

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