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Schnappschüsse mit dem Pinsel

Werke von Martin Korda im Kulturbahnhof Hiltrup

Münster-Hiltrup

Viele seiner aquarellierten Zeichnungen haben oben viele Löcher: Sie sind spontan unterwegs entstanden. Denn ohne Pinsel geht Martin Koda nicht auf Reisen. Der Kulturbahnhof zeigt ab dem 29. Januar eine Auswahl seiner Werke.

Der Zeichenblock ist der ständige Begleiter von Martin Koda. Der Kulturbahnhof Hiltrup zeigt jetzt einen Teil seiner spontanen Arbeiten – vielfach sind darunter Stadtansichten, wie diese aus Münster. Foto: privat

Martin Korda war und ist noch immer: unterwegs. Und immer hat und hatte er Stifte, einen halben Pinsel und ein Kästchen mit zehn Farben dabei sowie ein Filmdöschen mit Wasser in der Hosentasche. Der 1937 in Breslau geborene Schlesier ging in Marl zur Schule und besuchte dort Malkurse bei Hermann Moog, der 1950 auch die erste Kinder-Malschule Deutschlands gründete. Korda war mit Zeichnen infiziert.

Von 1973 bis 2002 arbeitete der Architekt (Studium bei Vinzenz Pieper in Berlin) als Professor für Städtebau an der Fachhochschule, deren Rektor er von 1980 bis 1984 war. Während seines Studiums der Architektur an der Technischen Universität Berlin war Vinzenz Pieper aus Münster sein Professor für Freies Zeichnen und Malen. Seit dieser Zeit ist der Zeichenblock der ständige Begleiter von Martin Korda. Seine Eindrücke, die er bei vielen Reisen und Städtebesuchen einfängt, vermittelt er in Aquarell-Zeichnungen.

Seit 1975 wohnt Korda mit seiner Frau in Münster. Mehrmals im Jahr verreiste er mit seiner Familie (er hat zwei Söhne) und mit seinen Studierenden. Während dieser Reisen entstanden zwischen 3000 und 4000 Zeichnungen, die er Skizzen nennt. „Aber angesichts der Akkuratesse und Genauigkeit in Ausführung und Ausarbeitung sind Zweifel berechtigt, ob hier lediglich ein Entwurf vorliegt“, heißt es in der Pressemitteilung.

Bilder haben oben Löcher

Als Vorzeichnung seien die Werke ohnehin nicht gedacht gewesen. Vielmehr seien sie gleichsam Mitteilungen aus den Augen von Martin Korda. Seine Bilder haben oben Löcher. Viele Löcher. Beiläufige Hinweise, dass hier eine Kunstfertigkeit im Augenblick entstanden ist, aber nicht für die Ewigkeit geschaffen wurde.

Der Kulturbahnhof Hiltrup zeigt jetzt einen Teil dieser spontanen Arbeiten (viele mit der markanten Abrisskante), die nicht mehr als Skizzen sein sollten, es aber sind. Es gibt Stadtansichten aus (fast) aller Welt zu sehen, aber auch kleine Schnappschüsse von Personen oder Dingen, die sein Interesse weckten.

Die Vernissage zur Ausstellung „Unterwegs“ ist am 29. Januar (Sonntag) ab 15 Uhr im Kulturbahnhof Hiltrup. Die Ausstellung ist dort bis zum 12. März zu sehen. Öffnungszeiten sind montags von 17 bis 19 Uhr sowie donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Eintritt frei.

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