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Herz-Jesu-Krankenhaus baut für drei Millionen Euro seine Palliativstation neu

Zahlreiche Spenden fließen mit ein

Münster-Hiltrup

2007 hat das Herz-Jesu-Krankenhaus, als erstes Krankenhaus in Münster, eine Palliativstation eingerichtet. Dort werden Patienten behandelt, die an einer nicht heilbaren Erkrankung leiden, die bereits weit fortgeschritten ist und weiter fortschreitet. Der Bedarf an Palliativplätzen wächst und daher schafft das Krankenhaus in Hiltrup jetzt mehr Funktionalität und Komfort durch einen Neubau.

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Die neue Palliativstation soll auf dem Ärztehaus im vierten Obergeschoss errichtet werden. Foto: gro

Die St. Franziskus-Stiftung Münster, Trägerin des Herz-Jesu-Krankenhauses, hat in dieser Woche den Weg für den Neubau der Palliativstation in Hiltrup freigegeben. Die künftige Station bietet Patientinnen und Patienten und Mitarbeitenden höchste Funktionalität, Komfort und Atmosphäre, teilt die Stiftung am Donnerstag in einer Mitteilung mit.

„Wir freuen uns“, so Dr. Klaus Goedereis, Vorstandsvorsitzender der St. Franziskus-Stiftung Münster, „mit der neuen Palliativstation dem besonderen räumlichen Bedarf von Palliativpatienten um ein Vielfaches mehr gerecht zu werden und die Bettenkapazität auf zehn zu erweitern. So kommt noch mehr Patienten die ganzheitliche interdisziplinäre Versorgung sowie die so wichtige menschliche Begleitung in ausgezeichneten räumlichen Bedingungen zugute“.

Zugleich bedeutet die Baumaßnahme für das hoch engagierte Palliativteam Bestätigung und Würdigung ihrer langjährigen hervorragenden Arbeit. Dr. Wolfgang Clasen, Chefarzt für Innere Medizin und Palliativmedizin und Elke Bertels-Janett, Pflegefachleiterin der Hiltruper Palliativstation sind sehr zuversichtlich: „Das ist eine sehr gute Nachricht für Patientinnen und Patienten, die Angehörigen und unsere Kolleginnen und Kollegen. Wir sind glücklich über die konkrete Umsetzung des Projektes, in das wir unsere Ideen und unsere Erfahrungen aus den vergangenen 14 Jahren Palliativmedizin im Herz-Jesu-Krankenhaus einbringen können.“

Die neue Palliativstation soll auf dem Ärztehaus im vierten Obergeschoss errichtet werden. Mit einer Gesamtinvestition von drei Millionen Euro gibt es dann für die künftig zehn Patientenzimmer eine komplett neue und moderne Stationsstruktur und Ausstattung. Zudem bietet die neue, adäquate Raumaufteilung dem Palliativ-Team deutlich komfortablere Arbeitsbedingungen. Neben den wohnlich gestalteten Patientenzimmern gibt es Räume zur Begegnung mit Angehörigen und Besuchern. Schließlich wird durch eine großzügige Terrasse die Möglichkeit geboten, an frischer Luft zu verweilen und einen weiten Blick über den Stadtteil zu genießen.

Schwester Josefia von den Hiltruper Missionsschwestern und langjährige Mitgeschäftsführerin des Herz-Jesu-Krankenhauses ist sehr froh über die konkrete Perspektive: „Die Betreuung schwerkranker Patienten und die Palliativstation waren und sind für unsere Ordensgemeinschaft eine Herzensangelegenheit. Wir sind dankbar, dass mit dem Neubau die Weiterentwicklung ermöglicht wird.“

Mit den bisherigen Spendenprojekten des Fördervereins des Herz-Jesu-Krankenhauses und der Unterstützung zahlreicher Wegbegleiter und Institutionen gibt es bereits eine gute Basis für den Umsetzungsbeginn im kommenden Jahr.

Darüber hinaus werden auch Eigenmittel für den Neubau eingesetzt. Tim Richwien, Geschäftsführer des Herz-Jesu-Krankenhauses, hält die Palliativstation für einen wichtigen karitativen Auftrag eines katholischen Krankenhauses, lässt aber auch keinen Zweifel daran, dass weiterhin Spenden willkommen sind, um die angestrebte langfristige Qualität des Projekts sicherzustellen.

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