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Foto dokumentiert die frühe Verehrung des Kaplans

Zum Gedenken an Bernhard Poether

Münster-Hiltrup

Kaplan Bernhard Poether (1906-1942) wurde im KZ Dachau ermordet. In seiner Heimatgemeinde St. Clemens wurde er schon in den 1960er-Jahren verehrt. Am heutigen Todestag findet ein Wortgottesdienst in der Kirche statt.

Von Michael Grottendieck

Das in den 1960er-Jahren entstandene Foto zeigt, dass Kaplan Poether damals schon in St. Clemens verehrt wurde. Foto: Foto: privat

Mit welcher Ehrerbietung die Hiltruper den sterblichen Überresten Kaplan Poethers bereits in den 1960er-Jahren begegneten, wurde unvermutet im Sommer 2020 deutlich: Als die Urne im Zuge der Kirchenrenovierung gehoben wurden, fand man eine kunstvoll gestaltete Kupferkassette vor, die offensichtlich bei der Umbettung von Teilen der Asche aus dem Familiengrab in den Seitenaltar der Kirche angefertigt wurde. Diese Kupferkassette ist mittlerweile seit gut einem halben Jahr sichtbar ausgestellt.

Foto dokumentiert die Verehrung

Eine neu aufgetauchte Fotografie erlaubt Rückschlüsse auf die Verehrung, die Kaplan Poether in St. Clemens damals bereits genoss. Das Foto ist im Besitz von Pfarrer Ewald Spieker. Es zeigt auf dem Seitenaltar das Holzkreuz, das heute wieder in dieser Form in der Kirche hängt. Rechts und links befinden sich jeweils zwei Figuren, der heilige Bonaventura und der heilige Franziskus sowie Johannes und Maria. Heute stehen sie in der Sakristei. Für Ewald Spieker ist die Fotografie, die sicher vor dem kompletten Weißtünchen der Kirche 1966/67 entstanden ist, ein Beleg für eine frühe punktuelle Verehrung Kaplan Poethers, die es in St. Clemens gegeben hat. Heute wird um 18 Uhr anlässlich des 79. Todestages ein Wortgottesdienst in der Kirche gefeiert.

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