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Reparaturen im Hallenbad Kinderhaus

69 Einläufe werden neu verklebt

Münster-Kinderhaus

69 Einlaufdüsen werden repariert, Dann werden die Becken langsam wieder gefüllt. Vorgesehen ist die Eröffnung nach der Sommerpause nun für den 22. September.

Katrin Jünemann

Mit falschem Kleber befestigte Einlaufdüsen haben die Eröffnung des Hallenbads nach der Sommerpause verzögert. Sebastian Wajder, Bäder-Fachangestellter, hält die Abdeckung der Grundplatte, die neu befestigt werden muss, in den Händen. 69 Einlaufdüsen müssen repariert werden. Foto: kaj

Das hatten sich das Sportamt und die Mitarbeiter des Kinderhauser Hallenbads anders vorgestellt: Eigentlich wollten sie das Bad am 1. September nach der Sommerpause wieder öffnen. Daraus wird, wie berichtet, nichts. Als das Wasser langsam wieder in die Becken lief, sei es plötzlich schwarz geworden, berichtet Sebastian Wajder, Bäder-Fachangestellter.

Das Ganze sei Anfang voriger Woche entdeckt worden, erläutert Winfried Reher, Leiter der Bäderabteilung im Sportamt. Schnell wurde das Wasser gestoppt und nach der Ursache gesucht.

Die war bald gefunden: Der Dreck kam aus den Einlaufdüsen direkt im Boden der Becken. „Die Einlaufdüsen waren nicht fachgerecht eingebaut und abgedichtet worden“, erklärte Reher.

Es stellte sich heraus, dass alle 69 Düsen in den Schwimmbecken bei der Sanierung nach der Regenkatastrophe mit einem falschen Kleber befestigt worden waren – und zwar mit einem Silikonkleber. Der sei dafür aber nicht geeignet. Solang der Wasserdruck auf den Einlaufdüsen lastete, sei alles dicht geblieben, erklärte Wajder.

Bei der ersten Reinigung im Sommer 2018, ein Jahr nach der Wiedereröffnung des Bads im Juli 2017, war nichts passiert. Da hatte der Kleber noch gehalten.

Nun werden die Bodeneinlässe repariert. Die Gewährleistungspflicht laufe noch. Nach der Reparatur können die Becken des Kinderhauser Bads wieder befüllt werden. Das dauert. Allein um das große Sportbecken mit seinen 400 000 Litern Wasser zu befüllen, würden sieben Werktage benötigt, berichtete Sebastian Wajder. Zudem muss es auf 28 Grad Celsius erhitzt werden.

Anschließend werden Wasserproben gezogen und untersucht. Auch das dauert. Allein eine Untersuchung auf Legionellen im Labor dauert etwa zehn Tage.

„Vorgesehen ist, das Hallenbad am 22. September wieder zu eröffnen“, kündigt Winfried Reher an.

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