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Öffentliche Sitzung der Bezirksvertretung am Dienstag

Abriss von Brücke gefordert

Münster-Nord

Diese Tagesordnung ist nicht von Pappe, wenn sich die Kommunalpolitiker der Bezieksvertretung Münster-Nord zu ihrer nächsten Sitzung treffen. Unter anderem geht es um den Abriss einer alten Brücke.

Von Bettina Laerbuschund

Schön ist sie nicht. Sinnvoll? Schon lange nicht mehr. Niemand benutzt die Fußgängerbrücke über die Brüningheide. Die SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Nord möchte, dass sie abgerissen und dadurch das Wohngebiet aufgewertet wird. Foto: Oliver Werner

Viel Zeit in Anspruch nehmen dürfte am Dienstag (5. Oktober) die Sitzung der Bezirksvertretung Münster-Nord, die öffentlich ab 17 Uhr in der Agora im Bürgerhaus Kinderhaus tagt. Thema wird gleich zu Anfang erneut die Einrichtung von Tempo 30 auf der Sprakeler Straße sein, auf der mindestens auch ein weiterer Fußgängerübergang eingerichtet werden soll. Darüber hinaus hat die Stadtverwaltung angeregt, den Gehweg in Richtung Süden durch eine Bordstein zu sichern.

Stichwort Meerwiese: Auf Antrag der CDU-Fraktion wird dieses Begegnungszentrum in Coerde im Fokus stehen. Unter anderem möchten die Christdemokraten wissen, ob es möglich ist, dort eine Gastronomie einzurichten anlog zum Mokido des „kap.8“, also des Forums für Kunst und Kultur der Stadt Münster im Bürgerhaus Kinderhaus. Außerdem möchte die CDU Auskunft darüber, in welchem Umfang die Angebote in der Meerwiese auch in den Multifunktionsräumen des neuen Gesundheitshauses am Hamannplatz stattfinden können. Nach Meinung der Christdemokraten ist es für das Begegnungszentrum, das dezentral liege, wünschenswert, eine Verbindung zum zentral gelegenen Hamannplatz zu bekommen.

Stichwort E-Mobilität: In puncto Elektro-Ladesäulen will die Stadt ein Stück vorankommen: Der Hauptausschuss des Rates soll am 10. November die erste Stufe des „Elektro-Ladesäulenkonzepts“, das die Schaffung von 20 Standorten zum Laden von E-Autos 2021 und 2022 vorsieht, beschließen. Die BV-Mitglieder werden dazu angehört. Im Stadtbezirk Nord sind drei Ladestandorte – einer in Kinderhaus, einer in Coerde, einer in Sprakel – vorgesehen. Die 20 Standorte ergeben nach Angaben der Verwaltung 40 Ladesäulen beziehungsweise 80 Ladepunkte.

Stichwort Instandsetzung: Entscheiden werden die BV-Mitglieder hier über viele Maßnahmen. So sollen beispielsweise für 38 000 Euro auf den Schulhof der Grundschule Kinderhaus-West Baumscheiben vergrößert werden. Im Hallenbad am Idenbrockplatz ist vorgesehen, für 15 000 Euro die Beleuchtung in den Sammelumkleiden zu erneuern. Als deutlich dickerer Posten mit fast 1,2 Millionen Euro schlägt die geplante energetische Sanierung der Gebäudehülle der Turnhalle der Norbertschule zu Buche, mit 500 000 Euro die der Kompassschule.

Stichwort: Fußgängerbrücke Brüningheide. Die SPD-Fraktion stellt den Antrag, dass die BV-Nord sich dafür ausspricht, die Fußgängerbrücke über die Brüningheide abzureißen. Sie sei ein Relikt aus den 70erJahren, als die Straße vierspurig war. Die Brücke habe keine Funktion mehr. Und: „In der Zusammenschau mit der anschließenden Hochhausbebauung vermittelt sie einen negativen Eindruck.“ Ein Abriss brächte eine Aufwertung im Quartier.

Stichwort Lebensqualität: Zum „Freiraumkonzept“, das die Stadt neu erstellen will (erstmals aufgestellt im Jahr 1966), können die BV-Mitglieder Anregungen und Kritik äußern. Bei diesem Konzept geht es darum, dass die „Münsteraner auch weiterhin von einem Grünsystem profitieren können, das ihre Stadt mit frischer Luft versorgt und ihnen nahe liegende Erholungsanlagen und Naturräume bietet, die über ein umfassendes Netz aus Rad- und Wanderwegen miteinander verbunden sind“, schreibt die Stadt in ihrer Vorlage für alle Bezirksvertretungen, die Ausschüsse des Rates und den Rat selber. Stadtbezirksübergreifend muss hier also agiert werden. Es geht zum einen um den nordwestlichen Landschaftsraum Münsters, der begrenzt wird von der Gasselstiege und der B 54 im Norden und Osten, von der Mendelstraße sowie dem Gievenbecker Ortsrand im Süden sowie der A 1 im Westen. Zum anderen steht das Kerngebiet westlich des Kinderbachtals in der Betrachtung: Es erstreckt sich von der Corrensstraße in nordwestliche Richtung und bildet auf zirka 75 Hektar einen länglichen Grünzug zwischen dem Horstmarer Landweg in Norden, der Mendelstraße beziehungsweise dem Gievenbecker Weg im Süden.

Stichwort Baumfällung: Zur Baumfällungen im Bereich Edelbach hat die Verwaltung angekündigt, einen aktuellen Sachstandsbericht abzugeben. 

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