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Corona-Bekämpfung in Kinderhaus

Begegnungszentrum bereitet sich auf Impfaktion vor

Münster-Kinderhaus

Im Begegnungszentrum Kinderhaus herrscht geschäftiges Treiben. Hier soll die nächste niedrigschwellige Corona-Impfaktion stattfinden. Viele Bewohner des Quartiers fragen nach Einzelheiten.

Iris Sauer-Waltermann

Der Leiter der Begegnungsstätte Kinderhaus, Thomas Kollmann, und Nicole Berner vom Team. Foto: isa

„Fast stündlich fragen Bürger und Bürgerinnen bei uns nach, wann es endlich losgeht“, sagt Thomas Kollmann. Der Leiter des Begegnungszentrums Kinderhaus betont, dass die Bereitschaft im Quartier sehr groß ist, sich gegen den Covid-19-Erreger impfen zu lassen. Tatsächlich gilt Kinderhaus als nächste Station, an der eine niedrigschwellige Impfkampagne der Stadt Münster stattfinden soll. Dies habe ihm Krisenstab-Leiter Wolfgang Heuer noch kürzlich bestätigt, erklärt Kollmann. Ein genauer Termin stehe jedoch noch nicht fest.

Kinderhaus-West gehört zu den Stadtteilen mit hohem Inzidenzwert

Das eng bebaute Kinderhaus West gehört (mit einem Inzidenzwert von fast 140 zu Anfang Mai) zu den Bereichen mit den meisten Corona-Ansteckungen in Münster. Thomas Kollmann hat die berechtigte Hoffnung, dass dort „in ein bis zwei Wochen“ eine ähnliche große Impfaktion stattfinden kann, wie sie kürzlich in Coerde durchgeführt wurde.

Schon jetzt ist das Team des Begegnungszentrums mit Feuereifer bei den Vorbereitungen. Rund um Meinertzstraße, Josef-Beckmann-Straße und Idenbrockplatz leben Menschen mit etwa 35 verschiedenen Nationalitäten. rund 70 Prozent der Bewohner und Bewohnerinnen haben Migrationshintergrund. Eine große Herausforderung sind daher die vielen unterschiedlichen Sprachen. „Über Plakate, Videofilme und Einzelgespräche informieren wir die Menschen möglichst in ihren Muttersprachen über Bedeutung und Hintergründe des Impfens“, erläutert Thomas Kollmann.

„Viele Menschen sind froh über Informationen“

Dazu haben Nicole Berner und weitere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Begegnungszentrums Listen mit Ansprechpartnern zusammen gestellt, die dann als Multiplikatoren fungieren. So wird etwa zur russisch-deutschen Frauengruppe, zum türkischen Sprachverein, zu arabischen, polnischen, somalischen und anderen Bevölkerungsgruppen Kontakt aufgenommen. „Viele Menschen sind froh über die Informationen“, so Berner. Sie ist überzeugt, dass das einfache Angebot, sich ohne komplizierte Anmeldung vor Ort impfen zu lassen, von vielen Bewohnern und Bewohnerinnen des Stadtteils angenommen werden wird.

Unsicher ist noch, wie genau die Aktion in Kinderhaus West ablaufen soll. Kollmann: „Zurzeit werden zwei Möglichkeiten geprüft.“ Entweder würden die Menschen direkt im Begegnungszentrum an der Sprickmannstraße geimpft, oder sie ließen sich dort registrieren und würden auf verschiedene Hausarztpraxen verteilt.

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