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Weihnachtsgeschäft in Kinderhaus

Händler ziehen durchwachsenes Fazit

Münster

Die Händler in Kinderhaus sind nicht unzufrieden mit dem hinter ihnen liegenden Weihnachtsgeschäft. Richtig zufrieden sind sie aber auch nicht. Und das hat einen Grund.

Von Timo Gemmeke

Am Idenbrockplatz liegen viele Geschäfte. Foto: Joel Hunold

„Nicht gut, aber auch nicht schlecht“, dieses Fazit zieht Thomas Viegener vom Musikhaus Lyra an der Grevener Straße, wenn er sich die Verkaufszahlen im Dezember und damit des Weihnachtsgeschäfts anschaut. Zugangsbeschränkungen und die 2G-Regel seien für viele hinderlich gewesen. „Es waren weniger Kunden da, die Instrumente ausprobiert und sich vor Ort beraten lassen haben. Das ist für ein Musikgeschäft eigentlich essenziell“, so Viegener.

Mit Ende der Weihnachtszeit hätten dafür die Bereiche Service, Beratung und Reparatur geboomt. „Viele haben im Internet Instrumente gekauft, weil das eben bequemer ist“, so Viegener. Wenn das bestellte E-Piano oder die Gitarre jedoch Mängel aufwiesen oder nicht gespielt werden könnten, würden die Kunden dann doch zum Experten vor Ort kommen. „Insofern rächt sich das Online-Shopping in manchen Fällen: Wer dort meint, günstig und schnell zu kaufen, steht dann häufig irgendwann bei uns“, sagt Viegener.

Lichtaktion war erfolgreich

Ebenfalls nicht unzufrieden mit dem Weihnachtsgeschäft ist Claudia Weßels vom Blumengeschäft Nelle. „Das Weihnachtsgeschäft war fast vergleichbar mit den Jahren vor der Pandemie.“ Zugute kam dem Geschäft, dass Blumenläden, anders als andere Einzelhändler, ohne strikte Corona-Auflagen öffnen durften. Und: Die Nachfrage nach Floralem sei im zweiten Pandemiewinter sogar ein wenig angestiegen. „Wir haben extrem viele Schnittblumen verkauft. Wahrscheinlich liegt das auch daran, dass die Kunden mehr Zeit zuhause verbracht haben“, schätzt Weßels.

Eine positive Bilanz zieht auch Petra Reinhold-Kollmann von der Licht-an-Aktion. Seit 2016 schmücken Mitglieder des Vereins „Offensive Kinderhaus“ den Stadtteil zur Adventszeit mit Lichterketten. Beim „Anknipsen“ Ende November musste das Team zwar auf die sonst übliche musikalische Begleitung verzichten. „Einen Glühweinstand konnten wir aber trotz der Auflagen anbieten“, so Reinhold-Kollmann. Die Resonanz sei sehr gut ausgefallen. „Viele haben sich nach dem vergangenen Jahr bestimmt über die Lichter und das heimelig-adventliche Gefühl gefreut.“

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