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Pläne für Moldrickx-Gelände bringen positive Reaktionen

Ein „Glücksfall“ für den Stadtteil

Münster-Kinderhaus

Inmitten von Winterblumen fand jetzt die Info-Veranstaltung zum neuen Wohngebiet in Kinderhaus statt. Die Gärtnerei Moldrickx an der Westhoffstraße war der geeignetste Ort dafür – schließlich soll genau an dieser Stelle die Siedlung mit 240 Wohnungen entstehen.

Siegmund Natschke

Viele Besucher kamen zum Info-Abend in der Gärtnerei. Foto: sn

Der Abend sei keine Bürgeranhörung, wie sie im Baurecht vorgesehen sei, stellte Andreas Kurz vom Stadtplanungsamt klar. Erst im weiteren Verlauf des Projekts werde auch ein Bebauungsplan für das Gebiet erstellt. Es gehe vielmehr darum, den Siegerentwurf aus dem Planungswettbewerb, der von der Architektengruppe „Stadtraum“ stammt (wir berichteten), vorzustellen. Von einem zeigte sich Kurz überzeugt: Die Möglichkeit, in der Mitte von Kinderhaus bauen zu können, sei für den Stadtteil ein „Glücksfall“.

Martin Rogge vom Büro „Stadtraum“ stellte die Planungen im Einzelnen vor und ergänzte, dass die inzwischen verwirklichte Konzeption zur Zentrumserweiterung in Kinderhaus ebenfalls von „Stadtraum“ stamme. Ein Quartier, so betonte Rogge, sei nicht nur Wohngebiet, sondern stifte auch eigene Identität. Gleichzeitig müsse es sich in die Umgebung einfügen. Das fange bei der Geschosszahl an.

Am Eingang des Quartiers – gegenüber des Zentrums – sei Fünfgeschossigkeit geplant, sonst Drei- und Zweigeschossigkeit. Der Siegerentwurf folge den Vorgaben der Stadt und sehe einen großen Spielplatz sowie eine Kita mit acht Gruppen vor, die dann vermutlich 160 Kinder besuchen würden. Die Zufahrt zur Kita sei nicht nur über die Westhoffstraße, sondern auch über die Straße „Langebusch“ möglich.

Was die Wohnungen betreffe, so sollten unterschiedliche Gruppen angesprochen werden: Einzelpersonen, aber auch Familien, die zum Beispiel in den entstehenden Reihenhäusern leben könnten. 30 Prozent des Wohnraums sei öffentlich geförderte. Von den angedachten Stellplätzen würden 20 Prozent oberirdisch angelegt, der Rest seien Tiefgaragen-Parkplätze. Wann es mit dem Bauen losgeht, wollten Anwesende wissen. Andreas Kurz stellte angesichts des noch anstehenden Planungsverfahrens den Baubeginn für Ende 2018 in Aussicht.

Insgesamt stießen die Pläne auf Zustimmung. „Sie bringen Frische ins Zentrum“, meinte Hans-Georg Geißdörfer von der CDU-Ortsunion. Ratsherr Thomas Kollmann (SPD) warnte davor, in der Verkehrsplanung Fehler zu machen, so wie dies bei der Zentrumserweiterung der Fall gewesen sei.

„Das Straßenbild bleibt dasselbe“, meinte Kurz. Zusätzliche Kreisverkehre seien nicht vorgesehen. Allerdings werde es zwei Zufahrten ins Quartier geben.

Eines wird übrigens auch in Zukunft an die Gärtnerei erinnern: Dass die Straßen laut dem Vorschlag der Bürgervereinigung Blumennamen erhalten sollen, sei „eine gute Idee“, meinte nicht nur Geißdörfer. Der Vorschlag scheint allgemein im Stadtteil gut anzukommen, wie zu hören war.

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