Arbeiterwohlfahrt begrüßt positive Veränderungen in Kinderhaus

„Erfreuliche Entwicklung der Wohnsituation“

Münster-Kinderhaus

Lange war Sand im Getriebe, wenn es in Kinderhaus um die Sanierung von Wohnbeständen ging. Nun sieht die Arbeiterwohlfahrt eine „positive Entwicklung“.

Die Wohn Foto: isa

„Wir sollten auch erfreuliche Entwicklungen benennen!“ Awo-Kreisvorsitzender Helmut Hamsen bezieht sich mit diesem Satz auf Veränderungen der Kinderhauser Wohnsituation rund um Sprickmannstraße, Brüningheide und Killingstraße.

In einem Gespräch und Rundgang vor Ort mit Thomas Kollmann vom Begegnungszentrum Kinderhaus wurden positive Veränderungen der letzten anderthalb Jahre erörtert, die sich unter anderem erst durch einen Eigentümerwechsel bei den lange umstrittenen Sanierungs- und Instandsetzungsrückständen ergeben konnten. Thomas Kollmann: „Die Mieterinteressen werden offenbar besser wahrgenommen, es folgen Reaktionen auf konkrete Anliegen und Kritik, es gibt Arbeitskontakte zwischen der Eigentümerseite und den Mietergruppen sowie den sozialen Einrichtungen in Kinderhaus und etwa dem Amt für Wohnungswesen – das sind gute Voraussetzungen für langsame, aber stetige Verbesserungen in den Mietobjekten.“

Lange pressten Hedgefonds die Mietverhältnisse aus

„Für das ,down-trading’ des Wohnquartiers, das schon bald nach dem Erstbezug zu verzeichnen war“, so Helmut Hamsen, „und nach mehreren Jahrzehnten Sanierungsstau und zuletzt von Hedgefonds ausgepressten Mietverhältnissen“ werde die Umkehrung der Verhältnisse ein langer Weg sein, der auch von außen kritisch und würdigend begleitet werden müsse.

Die Awo als Sozialverband unterstütze die Menschen vor Ort im Streben nach besseren Wohn- und Lebensverhältnissen. Grundvoraussetzungen hierfür seien sicheres, angemessenes und bezahlbares Wohnen mit einem ordentlichen Wohnumfeld, heißt es in der Mitteilung. An diesen Zielen müsse gemeinsam mit den Eigentümern intensiv gearbeitet werden, so Hamsen.

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