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Grundschule Kinderhaus-West gestaltet Kunstwerk

Friedenstaube mit fast 250 Federn

Münster-Kinderhaus

Die Idee für die Friedenstaube sei zunächst im Kollegium entstanden, erläutert der Leiter der Grundschule Kinderhaus-West, Andreas Born. Aber dann hätten alle Schüler mitgemacht. Nun bilden nun fast 250 Einzelstücke das Federkleid einer Friedenstaube.

Von Iris Sauer-Waltermann

Gemeinsam mit Schulleiter Arno Holz weihten die Klassensprecher und Klassensprecherinnen der Grundschule Kinderhaus-West die selbst gestaltete Friedenstaube Foto: Grundschule Kinderhaus-West

Viele Schulen demonstrieren zurzeit ihr Mitgefühl mit den Menschen in der Ukraine und den vielen Flüchtlingen. Vor wenigen Tagen etwa hat „unser Kinderparlament eine selbst gestaltete Friedenstaube einweiht“, erklärt der Leiter der Grundschule Kinderhaus-West, Andreas Born, im Gespräch mit unserer Zeitung. Zusammen mit einer Spendenaktion hat die Grundschule West damit gleich zwei Projekte initiiert, die stellvertretend für viele im Stadtbezirk genannt werden können.

Die Idee für die Friedenstaube sei zunächst im Kollegium entstanden, erläutert Andreas Born. Auch die insgesamt 249 Schüler und Schülerinnen der Grundschule seien schnell begeistert gewesen. Konkret wurden für alle Kinder Papierfedern besorgt, die individuell bemalt werden konnten. „Alle haben mitgemacht“, freut sich der Schulleiter. So bilden nun fast 250 Einzelstücke das Federkleid einer Friedenstaube, die eine Flurwand der Grundschule schmückt.

Karten werden gegen Spenden verkauft

Offiziell vorgestellt wurde das gemeinsam gestaltete Kunstwerk am vergangenen Freitag vom „Kinderparlament“ der Schule. Darin sind alle Klassensprecherinnen und Klassensprecher der Schule vertreten. Das Objekt ist etwa 1,60 mal 1,60 Meter und soll „unsere Solidarität mit den Menschen im Krieg in der Ukraine ausdrücken“, so der Arno Holz.

Die Klasse 4a führte außerdem noch eine ganz besondere Spendenaktion durch, wobei sie von Teresa Häuser unterstützt wurde. Die Künstlerin ist über die Stiftung „Einklang“ an der Grundschule-West tätig und führt mit den Schülern und Schülerinnen in der Regel Töpferarbeiten durch.

In diesem Fall stand die Idee im Raum, etwas herzustellen, das leicht gegen eine kleine Spende verkauft werden konnte. Der Erlös sollte den Menschen zugute kommen, die unter dem Krieg in der Ukraine leiden. So druckten die Kinder gemeinsam mit der Künstlerin Friedenstauben per Tiefdruckverfahren auf Karten. Die Jungen und Mädchen konnten die Karten selbst gestalten und übernahmen es auch, sie anschließend klassenübergreifend im Stadtteil zu verkaufen.

Vor allem im Kollegium und bei den Familien der kleinen Künstler und Künstlerinnen fanden die Friedens-Karten rege Abnahme. Auch bei Bekannten und Freunden fanden sich viele Liebhaber der Karten, und so wuchs die Spendensumme stetig an. Bislang sind bereits 800 Euro zusammen gekommen“, freit sich Schulleiter Arno Holz. Und der Verkauf sei noch nicht einmal komplett abgeschlossen.

Die Kinder beschlossen, mit dem Geld Lebensmittel und anderes für Waisenkinder an der slowakisch-ukrainischen Grenze zu kaufen. Zu diesem Zweck schlossen sie sich der Hilfsgruppe an der Sekundarschule Roxel an. Erste Kontakte hierzu wurden schon hergestellt.

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