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„Sense-Box-Projekt“ in Zusammenarbeit mit der Uni Münster

Jugendliche entwickeln CO2-Ampeln für den Unterricht

Münster-Kinderhaus

Mit Hilfe so genannter „Sense-Boxen“ analysierten Schüler und Schülerinnen des Geschwister-Scholl Gymnasiums die CO2-Konzentration im Unterrichtsraum. Die Erkenntnisse sollen nach den Ferien in der Praxis nutzbar gemacht werden.

Im Unterricht Foto: Privat

„Dass man den naturwissenschaftlichen Unterricht, Programmieren Lernen und mögliche Messverfahren für potenzielle Virenbelastung im Klassenraum miteinander verbinden kann ist eine große Chance“, sagt Matthis Schäfers, Physiklehrer am Geschwister-Scholl Gymnasium.

Im Rahmen seines Differenzierungskurses mit der achten Klasse suchte er zum Schuljahresende nach Möglichkeiten, mit seinen Schülern und Schülerinnen etwas ganz Neues auszuprobieren. Dabei wurde er auf die „Sense-Box“ aufmerksam – einen Bausatz, bestehend aus einem Microcontroller, verschiedenen Sensoren zur Messung von Umweltphänomenen wie etwa der Luftqualität, und der Möglichkeit, Daten ins Internet oder an die Tablets der Schüler zu senden.

Sense-Box wurde an der Uni Münster entwickelt

Die Sense-Box ist am Institut für Geoinformatik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster entwickelt worden und wird seit drei Jahren vom münsterischen Digitale-Bildungs-Startup „re:edu“ vertrieben und weiterentwickelt. „Mit der Sense-Box programmieren die Jugendlichen ihr eigenes vernetztes Messgerät und können Daten sammeln und auswerten, was den gesamten wissenschaftlichen Prozess abbildet und ganz unterschiedliche digitale Fertigkeiten schult“, erklärt Dr. Thomas Bartoschek, Geschäftsführer von „re:edu“ und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der WWU.

Mit Hilfe der Telekom Stiftung konnte „re:edu“ die Sense-Box um eine Bluetooth-Anbindung erweitern und mit der „Phyphox-App“ der RWTH-Aachen, die eine professionelle Visualisierung, die Analyse sowie die Auswertung von Messdaten ermöglicht und die bereits in verschiedenen Unterrichtsfächern wie Physik oder Chemie verwendet wird, nutzbar machen. Durch die Übertragung von Messdaten der Sense-Box an die Phyphox-App entsteht ein digitales, mobiles Umweltlabor für den Unterricht.

Damit das Projekt umgesetzt werden kann, wurde das Geschwister-Scholl-Gymnasium im Rahmen des von der Telekom Stiftung geförderten Projektes unterstützt und mit einem Klassensatz Sense-Boxen und weiteren Utensilien ausgestattet. Zudem hat der Kursus einen Workshop durchgeführt und die Arbeit mit der Sense-Box erprobt. Dann bauten die Schüler und Schülerinnen CO2-Messgeräte und maßen und analysierten die CO2-Konzentration in verschiedene Lüftungsszenarien. Nun kann das Lüftungsverfahren nach den Sommerferien noch individueller und sicherer gemacht werden.

„Ich bin begeistert, mit meinen Klassen digitale, mobile Umweltlabore bauen zu können,“ freut sich Markus Rommen, Mint-Koordinator am Geschwister-Scholl-Gymnasium. Er ist überzeugt, dass die Sense-Boxen vielfach zum Experimentieren und zum Einstieg in die Programmierung eingesetzt werden können.

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