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Neue Kanal-Variante für Adolph-Reichwein-Straße

Neue Variante zur Kanalsanierung

Münster-Kinderhaus

Die Verwaltung schlägt eine neue Variante zum Hochwasserschutz vor, bei der das Pflaster nicht komplett aufgenommen werden muss. Sie kostet 100 000 Euro weniger.

Katrin Jünemann

Das Pflaster der Adolph-Reichwein-Straße muss bei der neuen Variante zum Hochwasserschutz, über die im September entschieden wird, nicht komplett aufgenommen werden. Laut Verwaltung sollen nur einige Stellen punktuell betroffen sein. Foto: kaj

Im Frühjahr nächsten Jahres soll die Kanalsanierung der Adolph-Reichwein-Straße beginnen. Die Bauzeit wird laut Verwaltung voraussichtlich drei Monate betragen. Die Sanierung gehört zu den Maßnahmen, die in der Folge der Regenkatastrophe vom 28. Juli 2014 umgesetzt werden.

Das Tiefbauamt legt der Bezirksvertretung (Anhörung) am 3. September und dem Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen (Entscheidung) zwei Tage später die neue Vorlage vor.

Ursprünglich war eine Vergrößerung der Kanalisation in der Adolph-Reichwein-Straße vorgesehen. „Das wäre sehr aufwendig gewesen, wir hätten das komplette Pflaster aufnehmen müssen“, erläutert Berthold Reloe vom Tiefbauamt. Neben hohen Kosten wären auch die Auswirkungen für die Bewohner nicht unerheblich gewesen.

Die Verwaltung schlägt nun einen Lösungsansatz vor, bei dem die Adolph-Reichwein-Straße nur „punktuell an einigen Stellen“, betroffen sein werde, so Reloe. Auch in Längsrichtung der Straße werde es keine Baustellen geben.

Nun soll der Wasserdruck laut Vorlage durch zwei neue Regenwasserkanäle in den Gehwegen in Richtung „Wilkinghegebach“ entlastet werden. Insgesamt werden rund 110 Meter Kanäle verlegt. „Die Kanäle liegen im Gegengefälle und werden zum Wilkinghegebach hin mittels Rückschlagklappen gesichert“, heißt es weiter.

Berthold Reloe beschreibt den „Wilkinghegebach“ als „den kleinen Bruder“ des Igelbachs. Er entspringe östlich der Steinfurter Straße im Bereich der Wilkinghege-Gräfte, folge dem Verlauf der Straße Wilkinghege, kreuze die Westhoffstraße, verlaufe etwa 100 Meter geradeaus um dann rechtwinklig abzubiegen und seinen Lauf südlich der Adolph-Reichwein-Straße fortzusetzen. Im Sommer falle er „komplett trocken“ und werde eher als kleiner Graben wahrgenommen.

Oberstes Ziel sei gewesen, mit der neuen Lösung das gleiche Schutzniveau wie mit der ersten Variante zu erreichen. Denn es handelt sich bei dieser hydraulischen Kanalsanierungsmaßnahme laut Vorlage um „eine der Maßnahmen aus dem Gutachten zur hydraulischen Netzberechnung in Kinderhaus-West“.

Und so heißt es in der aktuellen Vorlage: „Die neue Planung erzielt das gleiche Schutzniveau bei Starkniederschlägen mit deutlich geringeren Beeinträchtigungen für die Bewohner sowie geringeren Kosten als die im Januar beschlossene Planung.“ Die Kosten können von 320 000 Euro auf 220 000 Euro gesenkt werden.

Beiträge Dritter fallen nicht an, heißt es.

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