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Keine Prozessionen

Palmsonntag erneut ohne Esel Josef

Münster-Kinderhau...

Prozessionen sind coronabedingt auch in diesem Jahr nicht möglich. Palmsonntag findet in St. Marien und St. Josef ohne Esel Josef statt.

wn

Foto: Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann

Ein freundlicher Stupser mit dem Maul. Pfarrer Ulrich Messing lacht: „So werde ich gerne von dir begrüßt“, sagt er und tätschelt Esel Josef den Kopf. Seit 20 Jahren ist der Vierbeiner der ganze Stolz der Pfarrei St. Marien und St. Josef. Josefs Zuhause ist der Milchviehbetrieb von Georg Schulze Dieckhoff am Rand von Kinderhaus.

Jedes Jahr an Palmsonntag ist Esel Josefs großer Tag. Dann führt er die festliche Prozession durch das Pfarreigebiet an. Die Kinder lieben das gesellige und gutmütige Tier, heißt es in der Mitteilung der Bischöflichen Pressestelle. Doch die Corona-Pandemie verhindert schon zum zweiten Mal den Einsatz des Esels. Denn: Prozessionen sind nicht erlaubt.

Dabei gibt es in diesem Jahr noch mehr Aufmerksamkeit für den Esel: Papst Franziskus hat seinem biblischen Namensvorbild, dem Heiligen Josef, 2021 ein Josefsjahr gewidmet. Der Grund: Vor genau 150 Jahren wurde Josef zum Schutzpatron der katholischen Kirche. Aber auch die Covid-19-Pandemie hat etwas damit zu tun. Wie so viele stille Helden in der Pandemie sei der Ziehvater Jesu ein Vorbild an kreativem Mut und Bescheidenheit, Gehorsam und Verantwortung.

Josef ist der zweite Esel, der für die Pfarrei im Einsatz ist: Er soll den Kindern den Einzug von Jesus nach Jerusalem noch anschaulicher zu machen. Der erste startete Mitte der 1990er-Jahre. Esel Josef II., der seit der Fusion der Gemeinden St. Marien und St. Josef 2012 auch liebevoll „Mary Joey“ genannt wird, folgte 2001.

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