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Neuer Beitrag zur Video-Reihe von Ulrich Haarlammert

Und ewig kreist der rote Bulli

Münster-Kinderhaus

Ein roter Bulli steht im Mittelpunkt des neuen Videos, das vom 31. Januar an außen am Kap. 8 zu betrachten sein wird.

Von Iris Sauer-Waltermann 

Der rote Bulli (vorn, Mitte) „umkreist“ den Arc de Triomphe auf der Postkarte. Foto: Kap. 8

Bald ist est wieder soweit: In wenigen Tagen wechselt ein weiteres Mal das Video, das außen am Kap. 8 zu betrachten ist. Am Montag (31. Januar) steuert Ulrich Haarlammert seinen Filmbeitrag „Loop 20 sec“ zu dem Projekt „Von innen nach außen – Kunstfilme im Fenster“ bei, das bereits seit dem vergangenen Jahr am Idenbrockplatz läuft. Das neue Video wird dann bis zum 21. Februar zu sehen sein.

Spielort des Filmbeitrags ist eine schwarz-weiße Echtfoto-Postkarte aus den 1960er-Jahren. Die Aufnahme zeigt den Arc de Triomphe in Paris. Der Triumphbogen ragt aus dem ihm umgebenden Kreisverkehr empor.

„Das Verkehrsaufkommen auf der berühmten Ringstraße zur Zeit der Aufnahme mutet heutzutage sehr übersichtlich und beschaulich an“, erklärt die stellvertretende Leiterin des Kap. 8, Candia Neumann. Diese statische Momentaufnahme nutzte Haarlammert als Kulisse für seine Filmanimation: Ein roter VW-Bus umkreist in endlosen Runden den Arc de Triomphe.

Endlose Runden um den Arc de Triomphe

„Haarlammert gelingt es in seinem Kurzfilm, einen seltsamen Kontrast von Zeitstillstand und Bewegung, Gegenwart und Vergangenheit zu erzeugen“, so Neumann.

Die Projektreihe „Von innen nach außen“ ist ein Videoformat für Kunstfilme, das in der Hochzeit der Pandemie entstand und nach Wegen suchte, Kultur auch weiterhin sichtbar zu machen. Seither strahlt das Format aus dem Inneren des Kulturzentrums in den Außenbereich, kann von außen betrachtet werden und nimmt Kontakt zum Idenbrockplatz mit seinen Passanten auf.

Kunst im Vorbeigehen entdecken

„Es ist ein Angebot an das Publikum, künstlerische Angebote quasi im Vorbeigehen wahrzunehmen und zu entdecken, ohne Anmeldung und ohne Hürden“, erläutert Candia Neumann. Gezeigt werden kurze Beiträge von Künstlerinnen und Künstlern, die gezielt Film als künstlerisches Medium einsetzen.

Ihre Beiträge setzen sich von klassischen Kino-, Fernseh- und Unterhaltungsfilmen ab, sei es durch das Thema, die Filmidee, die Bildbearbeitung oder das Filmkonzept. Sie schließen an die Kunstform der Videokunst an, die in den 1960er-Jahren entstand und seither fester Bestandteil der Gegenwartskunst ist.

Die Filme sind montags bis sonntags (16 bis 21 Uhr) und donnerstags (9 bis 13 Uhr) in der Glasfassade am Haupteingang zur Agora zu sehen.

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