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Gestiegene Lebensmittelpreise

Sozialbüro Kinderhaus plant Spendenaktion 

Münster-Kinderhaus

Nahrungsmittel werden immer teurer. Das Team des ökumenischen Sozialbüros an der der Josef-Beckmann-Straße weiß dies aus erster Hand und plant nun eine Spendenaktion, die die Situation etwas entschärfen soll.

Die Preise für Nahrungsmittel sind drastisch gestiegen. Die ehrenamtlichen Mitglieder des Sozialbüros dachten über Hilfen nach. Foto: privat

Nahrungsmittel werden immer teurer. Laut Verbraucherberatung sind die Preise für Obst und Eier, Kaffee, Gemüse und mehr in den vergangenen zwölf Monaten um fast 20 Prozent gestiegen. Viele Menschen leiden darunter – einige jedoch trifft es ganz besonders. So bringt es eine alleinerziehende Mutter mit fünf Kindern schon stark in Bedrängnis, wenn Äpfel und Süßes immer teurer werden und wenn ein halbes Kilo Bratwurst inzwischen über fünf Euro kostet und ein Laib Brot fast vier Euro.

Ein Laib Brot für vier Euro

Das Team des ökumenischen Sozialbüros der beiden christlichen Gemeinden an der Josef-Beckmann-Straße weiß aus erster Hand, wie gravierend die finanziellen Sorgen Menschen im Stadtteil bedrücken. „Wir betreuen etwa 100 Kinderhauser Familien“, so eine Sprecherin des Sozialbüros. Bei einer zweitägigen Klausurtagung widmete sich das Team nun der Problematik und plant unter anderem eine große Spendenaktion.

Wer ist besonders von den Kostensteigerungen betroffen? Vor allem Menschen, die Hartz IV oder Sozialhilfe bekommen oder die eine niedrige Rente beziehen, die viele Kinder haben oder alleinerziehend sind, teilt das Team mit. Derer gebe es viele in Kinderhaus. Natürlich erhielten viele davon auch öffentliche Hilfen. Oft reichten diese jedoch nicht. „Wir sind das Netz unter dem Netz“, so eine Sprecherin des Sozialbüro-Teams, dessen Mitglieder alle ehrenamtlich tätig sind.

Bei der Klausurtagung widmete sich das Team jetzt der verschärften Situation und suchte nach Lösungen. Ergebnis war, dass es schon in Kürze einen Spendenaufruf geben soll, der sich an alle im Stadtteil richtet. „Aber auch an alle außerhalb von Kinderhaus, die noch Geld zur Verfügung haben oder die vielleicht auf das Energie-Geld von 300 Euro verzichten und es spenden können“, so die Ehrenamtlichen.

Schon jetzt werden im Sozialbüro Lebensmittel und Lebensmittelkarten an Bedürftige ausgeben. Kinder erhalten zusätzlich hin wieder Süßigkeiten und kleine Geschenke. Künftig rechnet das Team bei einigen Betroffenen mit einer Verdoppelung des Bedarfs. „Wenn dann nicht genug Spendengelder zur Verfügung stehen, müssen Hilfesuchende weggeschickt werden“, so eine Teamsprecherin. Das wolle das Sozialbüro unbedingt vermeiden, wozu die Spendenaktion dienen soll.

Kinder bekommen kleine Geschenke

Vorbereitet wird zusätzlich eine besondere Aktion zu Weihnachten, mit der den Besuchern und Besucherinnen des Sozialbüros eine kleine Freude gemacht werden soll. Dazu gab es viele gute Ideen für Erwachsene und Kinder, die selbst den Ehrenamtlichen im Sozialbüro Freude machten. Noch möchten sie keine Einzelheiten verraten.

Eine Menge an Aufgaben kommt auf die Ehrenamtlichen zu. Und als sei das noch nicht genug, gibt es schon eine Ideenliste für Projekte im Jahr 2023.

Weitere Informationen zur Arbeit des Sozialbüros Kinderhaus St. Josef und Evangelische Markus-Kirchengemeinde, Josef-Beckmann-Straße 5, unter 0251/2807895.

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