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Opulente Inszenierung

Begeisterndes Orchesterkonzert in der Aula der Friedensschule mit Tänzerinnen und Rezitatoren

Münster-Mecklenbeck

Es war eine opulente Inszenierung für die Sinne: Mit großem Orchesteraufgebot, Solisten, kostümierten Rezitatoren, Tänzerinnen und leuchtenden Bildern begeisterten die rund 90 Akteure das Publikum in der Aula der Friedensschule: „Elements“ lautete das Motto der gut eineinhalbstündigen Darbietungen des Orchesters der Musikschule Roxel und der Friedensschule unter Leitung von Hermann Mack.

Thomas Usselmann

Das Orchester der Musikschule Roxel und der Friedensschule servierte einen musikalischen Streifzug, gewidmet den vier Elementen. Foto: tu

Die Bezeichnung „Konzert“ wäre zu kurz gegriffen. Eher einem epochenübergreifenden Musik-Literatur-Tanz-Event glichen die vielen Einzelauftritte. Das Orchester servierte einen Streifzug vom Barock bis zu moderner Filmmusik, garniert mit Gedichtrezitationen und Tanzeinlagen. Auszüge aus der „Wassermusik“ von Händel (Ouvertüre, Rigaudon, Menuett, Air, Gigue), der Peer-Gynt-Suite Edvard Griegs (Morgenstimmung, In der Halle des Bergkönigs), Musik aus „Die Planeten“ von Gustav Holst (1874-1934) bis hin zur Filmmusik „Moon River“ aus „Frühstück bei Tiffany“ von Henry Mancini (1924-1994) umfasste das Spektrum. Präsentiert wurden die hörenswerten Früchte einer bereits sechsjährigen Kooperation beider Orchester. „Wir planen einen Austausch mit der Musikschule Erfurt“, kündigte Mack eine viertägige Reise mit gemeinsamen Konzertauftritten an. Gänsehaut bescherten einige Solisten: So Lucia Hasenburgs gelungener Gesangspart „Lascia ch’io pianga“ aus Händels „Rinaldo“. Zwei kammermusikalische Einlagen im stimmigen, dem Barock vorbehaltenen ersten Konzertteil überzeugten nicht minder: Ronja Vollmari (Flöte), Preisträgerin des Wettbewerbs „Jugend musiziert“, begleitet von Angelika Mack (Cembalo), brillierte mit Telemann („Grave“); ein Flötentrio mit Cello- und Cembalobegleitung intonierte das Andante aus der „Tafelmusik“. Der schrillen Tanzeinlage der „Jumpstyle“-AG folgte ein sehr kontrastreicher zweiter Teil, der den Bogen von der Griegschen Romantik bis zur Moderne spannte. Der Literaturkursus des zwölften Jahrgangs unter Leitung von Prisca Tschan-Wiegelmann bewies erneut Bestform: Wie im Barock-Teil („An die Sterne“ von Gryphius), kamen zwischendurch Verse zu Gehör – diesmal aus der Feder von Bechstein, Schlegel, Hugo Ball und Eva Markert. Tänzerische Akzente zur Steigerung der sinnlichen Erbauung setzten diverse schulische Kerngruppen. Für die bildliche Gestaltung des Konzertevents passend zu den Elementen Feuer, Wasser, Erde und Luft sorgte Wendel Altekamp, für sachkundige Moderation Marvin Schubert. Das Publikum sparte nicht mit Beifall.

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