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Bordsteinabsenkung am Dingbängerweg

CDU-Anregung „übertrieben“ und „teurer Unfug“

Münster-Mecklenbeck

In Zeiten wie diesen sollte man kein Geld verschwenden, auch die Stadt nicht. Deshalb empfiehlt Matthias Pape, eine geplante Baumaßnahme zu überdenken.

Von Thomas Schubert

Am Dingbängerweg möchte die CDU vor der Sparkasse den Bordstein abgesenkt wissen. Das hält Matthias Pape nicht für notwendig. Foto: sch

Der Bordstein vor der Sparkassenfiliale am Dingbängerweg soll abgesenkt werden. Das fordert – wie berichtet – die CDU-Fraktion der Bezirksvertretung (BV) Münster-West.

Damit soll es Radfahrern, die von der gegenüberliegenden Ausfahrt des Lidl-Marktes kommen, erleichtert werden, auf den Radweg in Richtung Norden wechseln zu können. Doch das hält der Albachtener Matthias Pape für keine gute Idee.

„Unfug“ und „Geldverschwendung“

Die von den Christdemokraten angeregte Bordsteinabsenkung halte er „für übertrieben, um nicht zu sagen für teuren Unfug“, schreibt Pape unserer Zeitung. Zwar sei in der Tat genau gegenüber der Lidl-Ausfahrt an der Sparkasse keine Absenkung des Bordsteins vorhanden.

Allerdings sei keine 20 Meter weiter nach links oder rechts der Bordstein sehr wohl abgesenkt. „Es wäre also für jedermann mit dem Fahrrad möglich, nicht exakt im 90-Grad-Winkel die Straße zu überqueren, sondern nur etwas schräg zu fahren, um auf der anderen Straßenseite sicher vor die Sparkasse zu kommen“, argumentiert Matthias Pape.

Zudem dürfe von mündigen Bürgern und flexiblen Radlern jeden Alters auch verlangt werden, etwas mitzudenken und nicht in völlig unsinniger Weise hohe Kosten zu verursachen. Für Pape ist klar: Drei Absenkungen auf 100 Meter Bordstein – das müsse nicht sein, zumal es wesentlich wichtigere Investitionen gebe, gerade auch im Bereich der BV West.

Ausprobiert, dass es anders geht

„Ich habe den Versuch mehrfach bei viel und bei wenig Verkehr gemacht. Es klappt. Wer das nicht mehr schafft, der oder die sollte das Rad stehen lassen oder die Straße an der Ampelkreuzung überqueren“, meint Pape.

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