1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. Mecklenbeck
  6. >
  7. CDU will Infrastruktur verbessern

  8. >

Entwicklungskonzept für Waldwegviertel

CDU will Infrastruktur verbessern

Münster-Mecklenbeck

Das Waldwegviertel im Süden von Mecklenbeck könnte sicherlich eine Bäckerei mit Café, Ärzte, Apotheke und Nahversorgungsdienstleister gut gebrauchen. All das gibt es dort nicht. Und deshalb setzt sich die CDU dafür ein, nach Optimierungsmöglichkeiten fürs Viertel zu suchen.

Thomas Schubert

Noch bevor auf diesem Terrain das neue Baugebiet entsteht, soll eine infrastrukturelle Untersuchung fürs Waldwegviertel in die Wege geleitet werden. Foto: cdu

Mitte vergangenen Jahres legte die Stadt ihr Baulandprogramm für den Zeitraum bis 2025 vor. Darin zu finden ist das geplante Baugebiet „Mecklenbeck – südlich verlegter Heroldstraße“, in dem 160 neue Wohnungen entstehen sollen. Baureif sein soll das Gebiet, das verwaltungsintern den Arbeitstitel „Hafk­horst / Riepenhorst“ trägt, 2023. Im Vorfeld seiner Realisierung fordert die CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung (BV) Münster-West nun ein Entwicklungskonzept für das Mecklenbecker Waldwegviertel ein.

Im entsprechenden BV-Antrag der Christdemokraten wird die Stadtverwaltung gebeten, eine infrastrukturelle Bestandsaufnahme des Viertels durchzuführen. Dabei ermittelte Defizite sollen in die Baugebietsplanung einbezogen werden. Auf diese Weise soll dem durch zwei Autobahnen und die Bahntrasse stark eingegrenzten Waldweg-Areal Gutes getan werden. Es handele sich um die „womöglich letzte Chance“ zur Kompensation fehlender beziehungsweise in der Vergangenheit verloren gegangener Infrastruktur. „Diese Chance darf nicht vertan werden!“, heißt es im Antrag der CDU.

Mit gleichzeitigem Blick aufs Neubaugebiet und das Waldwegviertel soll untersucht werden, ob die Versorgungsinfrastruktur in diesem demnächst zusammenwachsenden „Gesamtverbund“ optimiert werden kann. Können dort eine Bäckerei mit Café, Ärzte, Apotheke, Nahversorgungsdienstleister und andere Einrichtungen mehr angesiedelt werden?

Zusammenwohnen der Generationen fördern

Das Neubaugebiet möchten die Christdemokraten als nachhaltiges Quartier mit überschaubar dimensionierten Wohnhöfen und unterschiedlichen Haustypen geplant wissen. Das Zusammenwohnen der Generationen soll gefördert werden. Unter anderem sollen auch Seniorenwohnraum und barrierefreier Wohnraum berücksichtigt werden. Dies nicht zuletzt auch, um das Wohnangebot des Waldwegviertels abzurunden.

Abhängig von der infrastrukturellen Bestandsaufnahme der Verwaltung kann sich die CDU eine Kindertagesstätte im Waldwegviertel, niederschwellige Sport- und Spielangebote, einen Jugendtreff sowie die Schaffung eines zentralen Vierteltreffs vorstellen.

Im Hinblick auf die verkehrliche Infrastruktur schweben der CDU neue „direkte und zentrale Fuß- und Radwegeverbindungen“ innerhalb des Waldwegterrains vor. Eine davon soll unter Einbeziehung der Weseler Straße, des Wernewegs und des Getterbachs eine sichere und schnelle Anbindung an den Kappenberger Damm/Amelsbüren gewährleisten.

ÖPNV-Angebot verbessern

Darüber hinaus wird im Antrag der Christdemokraten darauf verwiesen, dass auf der Heroldstraße ausreichend Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer geschaffen werden müssen und dass das ÖPNV-Angebot (Bus, Loop, Schülerspezialverkehr) verbessert und erweitert werden soll. Auch von E-Ladesäulen für Fahrzeuge, Car-Sharing-Angeboten und der Sicherstellung einer leistungsstarken digitalen Infrastruktur ist die Rede.

Foto: Grafik: Jürgen Christ

Nicht minder wichtig, so heißt es im Antrag weiter, sei die Sorge für Lärmschutz im besonders stark von Verkehrsemissionen betroffenen Waldwegviertel. Und die mit der Ausweisung des Neubaugebiets verbundenen Ausgleichsmaßnahmen sollen zur „Anreicherung der Natur im direkten Umfeld des Waldwegviertels, zum Beispiel die Fortsetzung des Grünzugs Christoph-Bernhard-Graben nach Süden“ sowie die Entwicklung des Getterbachs als Biotop-Komplex genutzt werden.

Kein Einzelhandel mehr vorhanden

Bei ihrer internen Analyse stellten die Christdemokraten zu ihrem Bedauern unter anderem fest, dass es im Waldwegviertel keinen Einzelhandel mehr gibt. Ebenso ist keine Kita vorhanden. Im gesamten Viertel existiert nur ein öffentlicher Spielplatz, und auch für Senioren sieht es nicht gut aus: Für sie ist nur ein Wohnangebot vorzufinden.

Startseite