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Zurück ins alte Flussbett

Die Aa wird bis zum Herbst im Bereich zwischen Sentruper Straße und Haus Kump renaturiert

Münster-Mecklenbeck

„Zurück zur Natur“, lautet die Devise: Die Arbeiten zur ökologischen Verbesserung der Aa zwischen der Sentruper Straße und dem Aasee haben bereits im August vergangenen Jahres begonnen. Derzeit ruhen sie witterungsbedingt. Läuft alles plangemäß, dann sollen sie in drei Abschnitten durchgeführt werden und, so Bauleiter Thomas Wermers, spätestens bis zum Herbst diesen Jahres über die Bühne sein.

Thomas Schubert

Ökologische Verbesserung der Aa: In diesem Bereich des Projektgebiets an der Sentruper Straße ist bereits zu sehen, wie sich das Fließgewässer, das sich bislang in einem geraden Flussbett befand, künftig durch die Landschaft schlängeln wird. Foto: sch

Ziel des Projekts ist es, das Fließgewässer wieder in einen naturnahen Zustand zu versetzen. Defizite in der Gewässerstruktur und der Wasserqualität sollen beseitigt und die Aa wieder zu einem naturnahen, artenreichem Gewässer werden.

Knapp eine Million Euro lässt sich die Stadt das Renaturierungsprojekt kosten. Den dicksten Batzen davon übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen, dass sich zu 80 Prozent beteiligt. „Es handelt sich um die größte Maßnahme dieser Art, die wir bislang in Münster durchgeführt haben“, sagt Wermers.

Etwa 2,6 Kilometer lang ist die Strecke, in der die Aa sich wieder durch die Landschaft schlängeln soll – mäandern, wie die Fachleute sagen. Dafür wird die Aa aus ihrem starren geradlinigen Korsett genommen und in ein neues Flussbett geleitet. Dabei orientiert sich die Stadt an alten Karten, die bis ins Jahr 1830 zurückgehen. So weit dies machbar sei, solle das Gewässer wieder den natürlichen Verlauf erhalten, den es früher einmal hatte, erläutert Wermers.

Im Zuge der Renaturierungsmaßnahme soll als natürliches Element unter anderem auch Totholz in den Gewässerlauf eingebaut werden. Uferrandstreifen sollen das Gewässer von der landwirtschaftlichen Nutzung im Umfeld separieren. Im Bereich von Haus Kump lässt die Stadt zudem einen Sandfang erstellen. Dieser soll Sand und Schlamm, den die Aa mitunter mit sich führt, vor dem Eindringen in den Aasee abhalten. Alle paar Jahre werden die sich dort niedersetzenden Ablagerungen dann per Bagger ausgehoben und per Lkw abtransportiert.

Schon seit etlichen Jahren gibt es im Abschnitt zwischen Haus Kump und dem Aasee einen Flachwasserbereich, der aus ökologischer Sicht nicht die gesetzten Erwartungen erfüllt. Aus diesem Grund wird es parallel zur Flachwasserzone demnächst wieder ein sich in den See schlängelndes Flussbett geben. Gleichwohl soll das Flachwasserareal erhalten bleiben.

Thomas Wermers geht davon aus, dass die Renaturierungsarbeiten in Kürze wieder aufgenommen werden. Sie lägen ohnehin schon gut im Zeitplan. Es müsse sehr viel Boden transportiert werden, dafür sei passendes Wetter notwendig. „Trotz allen sind wir schon etwas weiter als gedacht.“

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