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Wohnprojekt feiert einjähriges Bestehen

Gegenseitiges Helfen und vieles mehr

Münster-Mecklenbeck

Das Wohnprojekt „Mehr als Wohnen Mecklenbeck“ (MaWoMe) am Elisabeth-Hürten-Weg ist seit einem Jahr mit Leben erfüllt. Es funktioniert auch in Corona-Zeiten.

wn

Noch vor den Corona-Beschränkungen trafen sich etliche Bewohner im großen Garten des Mecklenbecker MaWoMe-Wohnprojekts.

Vor einem Jahr zogen die ersten Bewohner ins Wohnprojekt „Mehr als Wohnen Mecklenbeck“ (MaWoMe) am Elisabeth-Hürten-Weg ein. Es sei dort mehr, als nur eine Wohnung zu haben und Miete zu zahlen, meint Investorin Heike Czaykowski von der Czaykowski und Brun GmbH. Das von der Stadt geförderte Wohnprojekt für Jung und Alt sei ein Vielfaches mehr. Es umfasse Sicherheit in allen Sparten des Zusammenlebens: „Gegenseitiges Helfen, sowohl handwerklich als auch Übernahme von Einkäufen, Besorgungen, schulische Betreuung der Kinder und vieles mehr. Es bedeutet mit- und voneinander lernen.“

Die Architektur und die Einrichtungen im Projekt spielten dabei eine bedeutende Rolle. Gemeinschaftsräume, Fitness- und Bastelkeller, sehen und gesehen werden, das seien wesentliche Attribute des MaWoMe-Projekts mit seinen 31 barrierefreien Wohnungen. „Ein freundlicher Gruß von Balkon oder Terrasse am Morgen oder die Frage nach dem Befinden sind in dem U-förmig angelegten Wohnquartier leichter als in einem Reihen-Mietblock.“

In dem ersten Jahr des Zusammenlebens seien unter den Bewohnern viele freundschaftliche Kontakte entstanden. Gefördert werde das gemeinschaftliche Zusammenleben dadurch, dass Personen in verschiedenen Gruppen zusammenarbeiten, um Aufgaben zu übernehmen. Die Garten- und Außengestaltung sei zum Beispiel eine ständige Aufgabe und eine große Herausforderung.

Viele der von den Bewohnern gewünschten gemeinschaftlichen Aktivitäten hätten durch Corona nicht in der angedachten Art und Weise stattfinden können. Das geplante Einweihungsfest mit der Nachbarschaft musste verschoben werden und auch die geplante Ein-Jahresfeier im Dezember sei abgesagt worden, erläutert Heike Czaykowski in einer Pressemitteilung.

Da frage man sich unwillkürlich: Gemeinschaftliches Wohnen in Zeiten von Corona – gehe das? Dank kreativer Köpfe hätten im Projekt unter Berücksichtigung der Corona-Maßnahmen viele kleine gemeinschaftliche Aktivitäten stattgefunden. Und die Abstimmung unter den Bewohnern funktioniere. Einmal im Monat träfen sich alle Bewohner zur Regelung offener Fragen im Mieterplenum, das in der Corona-Zeit virtuell stattfinde.

„Wenn man als Vermieter mitbekommt, wie das gemeinsame Gestalten – trotz Corona und auf Abstand – möglich war und gerade in Krisenzeiten doppelt Sinn macht, kann ich nur eins sagen: jederzeit gerne wieder“, zieht Heike Czaykowski ein erstes Fazit. Am Elisabeth-Hürten-Weg wurden rund 2000 Quadratmeter Wohnfläche geschaffen. Bei mehr als der Hälfte der Wohnungen handelt es sich um sozial geförderten bezahlbaren Wohnraum.

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