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Mecklenbeck: Warten hat ein Ende

Heroldstraße: Bahnunterführung wird planmäßig fertig

Münster-Mecklenbeck

Sieben Stunden sind die Bahnschranken an der Heroldstraße täglich unten. Das führt oft zu langen Staus. Doch damit ist es wohl bald vorbei.

Helmut P. Etzkorn

Die Foto: hpe

Ab Frühjahr kommenden Jahres hat das lange Warten vor den Schranken am Bahnübergang Heroldstraße ein Ende. Spätestens im März 2022, so Jürgen Teigelmeister vom städtischen Amt für Mobilität und Tiefbau, wird der Verkehr über die neue Straßenunterführung laufen. Das Trogbauwerk ist fertig, aktuell wird an der Oberflächenentwässerung, dem Kanalbau und am Straßenbau gearbeitet.

„Wir sind voll im Zeitplan“, so Projektleiter Teigelmeister. Der Getterbach ist verlegt, die Unterführung gebaut, der Bahn-Haltepunkt Mecklenbeck realisiert, der Trog steht, und im Herbst sollen die verkehrlichen Anschlüsse der neuen Heroldstraße an die Weseler Straße und die Meyerbeerstraße realisiert sein.

Gleiches gilt für die 2,70 Meter hohe Lärmschutzwand, die laut Teigelmeister ebenfalls noch in diesem Jahr entstehen soll. Schalltechnische Untersuchungen haben ergeben, dass eine 263 Meter lange Stahlbetonwand den Straßenverkehrslärm effektiv absorbieren kann.

Kleine Brücke wird noch gebaut

In einem späteren Bauabschnitt muss dann bis Herbst 2022 im Bereich Heroldstraße/Getterbach noch eine kleinere Brücke gebaut werden, allerdings soll die den Verkehrsfluss nicht wirklich ausbremsen. Vollsperrungen sind nicht angedacht, es wird laut Tiefbauamt lediglich zu kleineren Einschränkungen kommen.

Drei Meter breite Unterführungen

Die neuen Autospuren im Trog werden eine Fahrstreifenhöhe von 3,25 Metern haben, daneben gibt es jeweils drei Meter breite Unterführungen für Radfahrer und Fußgänger mit Treppe hoch zum Haltepunkt.

Wenn die Bahnübergänge Heroldstraße und Galgenheide der Hauptstrecke Münster/Wanne-Eickel, endgültig geschlossen sind – die „Glückauf-Schranken“ sind im Tagesdurchschnitt sieben Stunden unten –, wird die Heroldstraße zur Sackgasse. Mit dem 30 Millionen Euro-Projekt werden die Dauerstaus in Mecklenbeck auch zur Freude der Anwohner an der Heroldstraße endgültig Vergangenheit sein.

Bereits seit den 1960er-Jahren beschäftigten sich Verkehrsplaner mit Lösungsvorschlägen für den Verkehrsknotenpunkt in Mecklenbeck, bei der Bahn, Auto, Fußgänger und Rad unter einen Hut gebracht werden können. Am Ende war man sich einig, dass nur eine Unterführung mit Verlängerung der Heroldstraße entlang der Bahnlinie sinnvoll ist.

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