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Pilotprojekt im Münsterland

Hunderte Geophone am Straßenrand

Münster-Mecklenbeck

Jede Menge kleinere Metallstangen wurden jetzt im Stadtgebiet, unter anderem an der Mecklenbecker Straße, platziert. Sie sind Bestandteil eines interessanten geologischen Pilotprojekts.

Von Thomas Schubert

Stehen derzeit auch an der Mecklenbecker Straße: Geophone, die dem Geologischen Dienst Messdaten aus dem tiefen Erdreich liefern.  Foto: sch

Manch einem, der in jüngster Zeit an der Mecklenbecker Straße unterwegs war, dürften die verkabelten Metallstangen bereits aufgefallen sein: Bei ihnen handelt es sich um sogenannte Geophone, elektromechanische Wandler, die Bodenschwingungen in analoge Spannungssignale umwandeln. Sie sind Teil eines seismologischen Pilotprojekts, das der Geologische Dienst Nordrhein-Westfalen ab Donnerstag (11. November) im Münsterland durchführt. So auch an verschiedenen Straßen im münsterischen Stadtgebiet.

Im Rahmen des Projekts werden kilometertiefe Erdschichten im Hinblick auf das Vorhandensein von Erdwärme untersucht. Grundlage dafür ist ein Landtagsbeschluss aus dem Jahr 2019, dessen Ziel es ist, den Einsatz von Geothermie zu fördern, um die Wärmepotenziale des Landes optimal nutzen zu können.

Vibrations-Trucks im Einsatz

Damit die seismologischen Messungen durchgeführt werden können, sind neben Hunderten von Geophonen, die im Abstand von 20 Metern aufgestellt werden, zur Nachtzeit auch 26 Tonnen schwere Messfahrzeuge, sogenannte Vibrations-Trucks, im Einsatz. Das Projekt soll nach Auskunft des Geologischen Diensts bis zum 26. November laufen, sodass die Geophone den Münsteranern wohl noch etliche Tage erhalten bleiben werden.

Detaillierte Informationen zum Pilotprojekt des Landbetriebs „Geologischer Dienst Nordrhein-Westfalen“ gibt es im Internet unter www.seismik-muensterland.nrw.

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